Die dritte Saison der Intel Extreme Masters wird mit den Titeln Counter-Strike 1.6 und World of Warcraft ausgetragen. Warcraft 3 findet in der höchsten Spielklasse der ESL somit keine Berücksichtigung mehr. Die dritte Saison startet auf der Games Convention 2008 und findet auf der CeBIT 2009 ihr Ende. Die Liga expandiert zudem nach Asien und schüttet ein Preisgeld von 750.000 Dollar aus.
Während in der letzten Saison mit den Extreme Masters L.A. das erste Offline-Event während der Saison Einzug in die Liga fand, soll es nun während der Saison ganze neun Events geben, die auf Amerika, Europa, Korea und China verteilt sind. In Amerika und Europa werden die Teilnehmer für die World Finals auf der CeBIT 2009 dann in einem Kontinentalfinale bestimmt, während Korea und China jeweils ein Nationalfinale erhalten.
Counter-Strike 1.6 wird im gewohnten 5on5-Modus ausgetragen, während die Akteure in World of Warcraft im 3on3 spielen. Auch in World of Warcraft wird es diesmal technisch machbar sein, arrangierte PvP-Spiele online auszutragen. Bisher war es lediglich möglich, mit der Unterstützung Blizzards auf Offline-Events gezielte Matches zwischen zwei Teams auszuspielen.
Nach der kompletten Streichung von Warcraft 3 aus der ESL Pro Series Alpen und der Reduzierung der Präsenz des Strategiespiels auf den deutschen Intel Friday Night Games ist dies nun die erste Kürzung, die den internationalen WC3-Zirkus hart trifft. Die Entscheidung für World of Warcraft und gegen Warcraft 3 in der höchsten Spielklasse sei gefallen, weil Warcraft 3 international die Zukunft fehle, so David Hiltscher. Außer in China, wo es eindeutig das führende Spiel sei, falle die Resonanz auf Warcraft 3 in Amerika und Europa eher gering aus, wobei Deutschland eine positive Ausnahme darstelle. Für die Extreme Masters als internationales Event reiche das jedoch nicht aus.Bereits in einem Interview mit SK Gaming gab Turtle-Entertainment- Geschäftsführer Ralf Reichert an, in der Zukunft werde man mehr MMORPG-Spiele im eSport sehen, weil einfach so viele Menschen diese Titel spielen. Mit dem Dreamhack-Turnier im letzten Jahr habe man gute Erfahrungen gemacht, dass die WoW-Spieler auch Interesse an ihrem Titel im eSport hätten, so David Hiltscher. Eine endgültige Entscheidung gegen ein RTS-Spiel auf internationalem Parkett scheint damit aber noch nicht gefallen. Für Folgesaisons werde man auch Starcraft 2 als möglichen Titel sehr genau in Betracht ziehen.
