Die Championship Gaming Series stellt mit sofortiger Wirkung ihren Betrieb ein. Dies teilte die CGS vor wenigen Minuten per Pressemitteilung und auf ihrer Homepage mit. Als Grund für die Aufgabe werden wirtschaftliche Gründe genannt. So sei eine weitere Finanzierung der Liga unter den bisherigen Gegebenheiten nicht länger möglich gewesen.
In ihrer Pressemitteilung ließ die CGS verlauten, das Projekt sei nicht länger profitabel genug. Die Zusammenarbeit mit BSkyB, STAR und DIRECTV sei daraufhin beendet und ein Schlußstrich unter die Liga gezogen worden. Die drei genannten Firmen wollen sich aber weiterhin im Videospiel-Sektor engagieren.
Man ist andererseits weiterhin überzeugt, dass das Konzept Championship Gaming Series sinnvoll sei, es allerdings zu früh für den eSports-Markt gekommen wäre. Man könne stolz sein auf das, was man erreicht hat und auf die Tatsache, dass man den Zuschauern Top-Begegnungen in echter Sport-Atmosphäre hat bieten können. Doch die wirtschaftlichen Gegebenheiten hätten in dieser Zeit noch nicht zum Gesamtkonzept gepasst, sodass schon vor einiger Zeit deutlich wurde, dass die Finanzierung irgendwann nicht länger möglich sein werde.Anfang 2007 wurde die CGS als neue Liga vorgestellt und versuchte seitdem, mit einem neuen Konzept den eSports zu revolutionieren. Mit einem, aus dem US-Sports bekannten, Draftsystem und festen Spielerverträgen wollte man neue Wege gehen und breitere Masse für eSports begeistern.
Die Auswahl der Spiele stieß jedoch bei dem Großteil der Community auf Ablehnung. Counter-Strike:Source, FIFA, Dead or Alive 4 und Project Gotham Racing 3 sprachen eher ein Publikum von Casual Gamern als die eSportler selbst an. Zwar konnte sich die CGS damit im amerikanischen Raum kurzzeitig etablieren und für einen Schnitt in der CS-Community sorgen, erreichte aber nie die allgemeine Anerkennung ihres Systems.
Am interessantesten wird zu sehen sein, welche Auswirkungen dieser Schritt auf die CS1.6-Szene hat. Vor allem viele Teams und Szenegrößen aus dem US-amerikanischen Raum folgten den verlockenden finanziellen Anreizen der CGS, um sich CS:S zuzuwenden. Mit dem Ende der Liga dürfte ihr Interesse an dem Spiel jedoch dratisch sinken und es ist zu erwarten, dass viele der ehemaligen Topspieler in die CS1.6-Szene zurückkehren möchten. Gleiches gilt für bekannte Organisationen wie Team 3D, compLexity und Jax Money Crew.
