Eric ‚Eric‘ Marten springt auf und schmeißt seinen Stuhl um: „Fuck, man!“, schreit er. – Es war nicht sein Tag, beziehungsweise Rechner. 0:3 lautete das Ergebnis aus seiner Sicht am Ende – eine derbe Enttäuschung für den Neu-mTw’ler, das merkt man ihm sofort an. Zumal seine Maus anscheinend einen nicht unwesentlichen Teil dazu beigetragen hat. Von Johannes ‚yoh‘ Bebermeier.
„Ich kann nichts machen, ey!“ – Eric schmeißt die Maus zwei, drei Mal auf sein Pad – mitten im Lauf der ersten Map Echo Isles. Sein Sportgerät will offensichtlich nicht so, wie er will. „Es zieht halt so derbe nach“, gibt der mTw-Spieler in den Ingame-Chat ein. Sein Gegner Dennis ‚HasuObs‘ Schneider scheint hingegen keine Probleme zu haben. Die erste Map geht dann auch ziemlich deutlich an den mousesports-Spieler.Nach jeder Map versucht Eric zunächst ein paar Minuten, seine Maus durch Treibereinstellungen und andere Sensitivitys in den Griff zu bekommen – ohne Erfolg. Obwohl es auf der zweiten Map lange gut für ihn aussieht, verliert er am Ende unnötig seinen Blademaster und gibt das Spiel ab. Gewohnt lautstark tut er dabei übrigens auch direkt auf der Bühne seinen Unmut kund. – Er ist eben voll dabei.
„Für Secret Valley habe ich mir ein wenig aufgeschrieben, damit ich nichts vergesse“, scherzt HasuObs gut gelaunt in der obligatorischen Mausreparatur-Pause zwischen Map zwei und drei. Er hat sich mehrere kleine Notizzettel mit taktischen Anweisungen gemacht: Das Taktikbuch für Warcraft-3-Spieler. Eine große Traube mit Freunden und Bekannten hat sich während des Spiels um HasuObs gebildet, mit denen er sich zwischen den Maps ausgelassen unterhält. Auch yAwS und XlorD gehören kurzzeitig zu den Zuschauern. Geschadet haben offensichtlich weder die Notizen noch die zahlreichen Zaungäste: Auch Map drei entscheidet Dennis für sich.
Allerdings sah es lange Zeit gar nicht gut aus für den Undead. Eric dominierte das Spiel über beinahe die gesamte Länge. Letztlich verlor er jedoch seinen Blademaster erneut unglücklich und gab das Spiel aus der Hand. „Du hattest so’n großen Vorteil und bist dann einfach ausgerastet“, analysiert HasuObs, „sowas musst du dann einfach locker runterspielen.“Bis es zu diesem entspannten Gespräch kommt, vergeht aber erst einmal eine Weile. Eric braucht, nachdem er seinen Stuhl wieder aufgestellt hat, etwas Zeit für sich. Unruhig und sichtlich unzufrieden mit den Spielen läuft er auf und ab und geht zu seiner Freundin, die alle seine Spiele beobachtet hat. – „Ich konnte halt nichts machen“, wiederholt er immer wieder. Wer die Spiele gesehen hat, weiß, dass da etwas dran sein muss. Schade.

