Nvidia, der bisherige Hauptsponsor des französischen Globalevents ESWC, scheint sich nun endgültig von Games-Services, dem Veranstalter, getrennt zu haben. Bislang prangte auf der Internetpräsenz neben dem Logo des Electronic Sports World Cup immer das Emblem des Grafikkartenherstellers. Bereits vor über einem Monat berichtete readmore.de über den möglichen Bruch der langjährigen Partnerschaft.
Update: Matthieu Dallon äußert sich zur Trennung von Nvidia
Gegenüber myMYM bestätigte Matthieu Dallon, dass Nvidia nicht mehr der weltweite Hauptsponsor des ESWC ist. Als Grund nennt er die globale Wirtschaftskrise, von der auch traditionelle eSport-Sponsoren betroffen sein sollen. Dennoch stellt er in Aussicht, dass Nvidia eventuell auf einigen Vorausscheidungen als Partner auftauchen könnte und dass momentan noch über Unterstützung für das Grand Final Ende Juni in Paris verhandelt wird.
Im vergangenen Jahr unterbrach Nvidia die Zusammenarbeit schon einmal. Zuvor unterstützen sie das Event ab 2003 vier Jahre lang. Drastische Reduzierungen des Preisgelds waren die Folge. Dieses Jahr kam der Chipsatz-Gigant zurück an Bord. Dafür verlagerte sich der Austragungsort des Finals vom traditionellen Paris zur Nvidia-Hausmesse Nvision ins kalifornische San José.
Auf den ersten beiden öffentlichen Auftritten des ESWC-2009-Turnierzyklus fehlte bereits das sonst so prominent platzierte Nvidia-Logo. Weder in Griechenland bei den ESWC Masters of Athen noch bei der deutschen Saisoneröffnung in Stuttgart trat Nvidia als Sponsor auf. Jetzt fehlt das Branding auch auf der Homepage des Veranstalters. Bis auf einen kleinen Banner, der die momentanen Unterstützer zeigt, erinnert nichts mehr an die einst so intensive Partnerschaft. Offiziell bekanntgegeben wurde die Trennung von NVidia allerdings noch nicht.
Auch wenn ESWC-Chef Matthieu Dallon in einem Interview vor einem Jahr nach der erneuerten Geschäftsbeziehung mit Nvidia von einem engeren und tieferen Engagement als vorher sprach, deuten die Zeichen auf ein Ende dieser und damit eventuell auch auf ein Ende des ESWC selbst. Bis 2011 sollte das Turnier laut Dallon gesichert sein.