Vier Spieltage sind bereits gespielt und die neuformierte EPS Skandinavien hat die Halbzeit erreicht. Direkt nach der Einführung gab es bereits einige kritische Vermutungen über den Ausgang der Liga: SK und fnatic würden alleine um den Titel kämpfen und alle anderen irgendwo im Mittelfeld herumschleichen. Doch schon der erste Spieltag ließ alle Kritiker verstummen. readmore.de lässt die Ereignisse des Starts Revue passieren.
Paukenschlag gleich zu Beginn: Die SK-Pleite
Einer der Favoriten auf den Gesamtsieg, SK Gaming, erstaunte schon am ersten Spieltag der neu eingeführten Profi-Liga. Das dänische Team von AndThenSome ist sicher nicht zu verachten, jedoch sollte es, so viele Szenekenner, kein ernstzunehmendes Problem für die starken Schweden werden. Doch es kam anders als gewollt: Das Schroet Kommando verlor überraschend deutlich mit 16:2 gegen die Dänen.Für die Community eine große Überraschung, für SK Gaming jedoch nur ein Ausrutscher. Die darauffolgenden Spiele dominierte das erfolgshungrige Team in gewohnt souveräner Manier. Mit einem Marcus ‚zet‘ Sundström, der langsam aber sicher zu seiner alten Topform aufschließt, hat man das Lineup nach dem Abgang von SpawN endgültig stabilsiert und ist in der EPS.sca weiterhin auf Finals-Kurs.
XpreZ: Regeln – Wofür?
Nach erfolgreich bestandener nationaler Qualifikation, in der man unter anderem gegen Team Excello gewann, nahm man es bei XpreZ mit den Regeln nicht sehr ernst. Nach mehreren Minor Penalties, durch zum Beispiel eine fehlende Aequitas-Datei, bekam man in dem Spiel gegen mTw.dk endgültig die rote Karte gezeigt: Mit zwei nicht spielberechtigten Spielern, Tommy ‚tacky‘ Mosgaard und Ulv Ares ‚xern‘ Bjornsson, trat man an, was zwei Major Penalties für die Norweger und den Ausschluss aus der Liga bedeutete.Auch das Karriereende des wohl bekanntesten norwegischen Spielers, Ola ‚elemeNt‘ Moum, kam dem Team nicht zugute. Trotz alledem spielt man seit dem Rauswurf aus der höchsten skandinavischen Liga in der norwegischen EAS unter anderem Namen weiter, um nächste Season vielleicht wieder gegen die anderen Topteams in der Eliteliga zu spielen.
fnatic: Ganz souverän in die Winterpause
Das seit Jahren nicht mehr veränderte Lineup von fnatic ist sicher einer der Gründe für die bisher gute Leistung in der EPS.sca. Die taktische Sicherheit war gegen uneingespielte Teams wie HaHa und XpreZ deutlich zu spüren, sodass bislang eine unangenehme Überraschung ausblieb. Jedoch sollte sich das Team rund um Harley ‚dsn‘ Orwall nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn die schweren Gegner wie SK Gaming oder Team Gameplay warten noch auf sie. Nach den letzten Ergebnissen zu urteilen sind sie jedoch sicher gut auf die kommenden, schwer zu bewältigenden Aufgaben, vorbereitet.mTw.dk: Den ersten Schock schon überwunden
Den guten Start schon lange vergessen, liegt die Niederlage noch schwer im Magen. Ob dies bei dem aktuell besten Team der Welt genau so zutrifft, bleibt ungewiss. Sicher ist jedoch: Nach dem verlorenen Spiel gegen AndThenSome.dk, die in der EPS überraschend stark auftreten, war die Stimmung auf jeden Fall nicht am Höhepunkt angelangt. Zwar verlor man knapp, 16:14, jedoch wird das den Herren aus Dänemark sicher keinen Trost spenden.Eine gute Seite hat dieses Spiel aber für mTw.dk: Der große Schock ist bereits überwunden und wird sicher so nicht noch einmal vorkommen. Gegen die Topteams, wie zum Beispiel SK Gaming und fnatic kann man zur Not verlieren, gegen die „Underdogs“ sollte jedoch ein klarer Sieg her, sollte man das Ziel weiter verfolgen, die Saison auf einem sicheren Finalsplatz abzuschließen.
ATS.dk: Überraschungen und Zukunftsträume
Niemand hätte am Anfang der Saison gedacht, dass AndThenSome.dk so ein Favoritenschreck sein könnte. Man gewann gleich zweimal gegen favorisierte Titelanwärter, zum einen gegen SK Gaming, zum anderen gegen mTw.dk. In der neuen Organisation scheint sich das Quintett sichtlich wohl zu fühlen und erhöhte den Trainingsrhythmus in den letzten Wochen massiv. Erste Früchte dieser Anstrengungen konnten sie also bereits ernten.Sicher ist somit eins: Die Dänen sind in Zukunft ein ernstzunehmender Gegner, nicht nur für fnatic und Co, sondern könnten auch angesehenen Teams vom Kaliber Virtus.Pro, MYM oder mibr auf internationalen Events ein Bein stellen. Wenn ATS.dk so weiterspielt, werden sie sicherlich ein Anwärter für den Kampf um Platz 1 in der EPS.sca bleiben.
Die neu gegründete nordische Superliga ist sicherlich eine Bereicherung für den europäischen eSport, vor allem in der Königsdisziplin Counter-Strike. Es bleibt zu hoffen, dass sich an diesem Bild auch in der Rückrunde nichts ändert. Der Start ist auf jeden Fall gelungen.




