Das erste CS-Spiel des Tages war gleich ein echter Kracher: Im Duell um die schwedische Krone trafen SK Gaming und fnatic auf de_inferno aufeinander. Nils ‚hellphyte‘ Johannsen verfolgte das Spiel vor Ort zusammen mit EPS-Akteur Kim ‚vio‘ Schümann. Der Competo-Spieler legte während des Spiels für die readmore.de-Leser die eine oder andere Kurzanalyse hin und brachte die Fehler, die SK heute machte, auf den Punkt.
Gleich die allererste Runde des gesamten Spiels war symptomatisch für den Verlauf der ersten Halbzeit: Weil SK sich unaufmerksam am kleinen Spot wegholen ließ, konnten die fnatic-Terroristen diesen relativ problemlos einnehmen und die Runde für sich entscheiden. Auch später war der B-Spot immer wieder die Schwachstelle von SK. „Tentpole und zet spielen dort einfach nicht zusammen und lassen sich zu leicht alleine holen“, weiß vio zu berichten: „Sie sollten einmal versuchen, zu zweit vorzugehen und fnatic unter Druck zu setzen“, wäre sein Vorschlag an die Mannen rund um walle. Er bleibt unerhört. So kann fnatic immer wieder geschickt sein Spiel aufziehen.
„So macht fnatic das einfach super“, stellt vio fest und hebt vor allem einen Spieler heraus: „f0rest ist halt einfach krass.“ – Stimmt, denn er macht sich mit etlichen Multikill-Runden zum Mann des Spiels und rettet so die wenigen Runden für sein Team, in denen SK einmal gut aufgestellt war. „Wenn f0rest gut drauf ist, ist das für das andere Team eigentlich immer ein Problem“, schmunzelt vio.SK mit Schwächen im Stellungsspiel
Auch im Verschieben erkennt er Schwächen bei SK. In einer wichtigen 3on4-Situation aus ihrer Sicht bleibt Tentpole defensiv am B-Spot und lässt seine zwei Kameraden am A-Spot dadurch komplett allein gegen vier Angreifer. „Tentpole muss da am besten B pushen. Dass er einfach am B-Spot stehen bleibt, ist in der Situation ein Fehler.“ Immerhin fünf Runden kann SK am Ende noch für sich verbuchen – keine gute Ausgangssituation allerdings für die zweite Hälfte.
Dort können sie zwar die Pistolenrunde gewinnen – trotz eines Aces von f0rest, der keine Zeit mehr zum Defusen hatte -, aber als die richtigen Waffen ins Spiel kommen, scheinen zet und Co. verloren. fnatic ist „bei Angriffen nie blind“ sieht vio auf den fünf Bildschirmen, die an den Spielertischen befestigt sind. Dazu kommt die Tatsache, dass das Angriffsspiel innovationslos wirkt. „Das ist nichts Neues, was sie da spielen“, bringt es der Competo-Spieler auf den Punkt. Hinzu kommt an diesem Tag offenbar auch noch das Quentchen mehr Einzelskill auf der fanatischen Seite. „Sie treffen besser und schießen SK halt einfach weg“, lautet der passende Schlussatz von vio. Er hat ein fnatic gesehen, das ähnlich frisch und befreit aufspielte wie ihr kommender Gegner: Team Alternate.
