Die Wirtschaftskrise wirft nun abermals einen weiteren dunklen Schatten über die eSports Welt. Wie die Kollegen von Team-aAa vor wenigen Sekunden berichteten, hat die Firma Games-Services bereits im März Insolvenz angemeldet. Somit werden nun endgültig die schlimmsten Befürchtungen wahr, dass weder das ESWC Masters noch das ESWC Finale in Paris dieses Jahr stattfinden werden.
Die Firma Games-Services, welche ihren Sitz in Paris hatte und im Jahr 2001 gegründet wurde, war bereits vor einigen Wochen in die negativen Schlagzeilen geraten als sich offiziell herausstellte, dass das Finale für dieses Jahr auf einen unbekannten Zeitpunkt an das Jahresende verschoben wurde. Danach kamen zahlreiche Vermutungen auf, dass der ESWC, das zweitgrößte eSports Ereignis nach den World Cyber Games, aufgrund der schwierigen Weltwirtschaftslage in finanziellen Schwierigkeiten stecken könnte.Bereits Ende Februar bestätigte ESWC Chef Matthieu Dallon auf Nachfrage, dass die Firma ihren verlorenen Hauptsponsor Nvidia nicht wieder an Bord holen kann. Neben Dallon sind nun auch seit dem 2. April sämtliche Angestellten von Games-Services ohne Arbeit und wurden entlassen. Im offiziellen Kommentar heißt es, dass ein Richter die Überbleibsel der Firma sowie deren Marken Electronic Sports Wold Cup und Overgame verkaufen wird.
Auch wird diese Insolvenz Auswirkungen auf Teilnehmer des letzten ESWC haben. So musste jeder von ihnen in den vergangenen Jahren vertraglich zustimmen, mögliche Preisgelder erst ein Jahr nach dem Gewinn zu erhalten. Dies könnte somit bedeuten, dass die Vorjahressieger der ESWC Masters und des ESWC Finales ihr Preisgeld niemals erhalten werden – die Konten von mTw und MYM sowie whO und Sky blieben leer.
Das ESWC Asia Masters Turnier wird jedoch wie geplant vom 2. bis 5. Mai in Korea stattfinden, da jenes von einem lokalen Sponsor betrieben wird.
