Es wird ein spannendes Wochenende für mousesports: Als erstes steht am Freitagabend das IFNG Offenbach mit dem ewigen Prestigeduell gegen Team Alternate auf dem Programm, direkt nach der Partie geht es dann Richtung Kopenhagen, wo bereits wenige Stunden später der dänische KODE5-Qualifier startet. Teammanager Cengiz ‚django‘ Tüylü stand Nils ‚hellphyte‘ Johannsen für ein kurzes Gespräch zur Verfügung.
Auch ein Team, das wie die Mäuse schon rund um die Welt gereist ist, muss in Sachen Reisekomfort von Zeit zu Zeit Einbußen hinnehmen. So wird es in der Nacht von Freitag auf Samstag sein, wenn man sich auf ganz klassischem Wege von Offenbach nach Kopenhagen begibt. Ein Van oder Bus für etwa acht Personen wird dann für die nächsten Stunden das mousesports-Quartier sein, da für diesen Zeitraum keine passenden Flüge verfügbar waren. Immerhin beginnt bereits um 12 Uhr im InGame Netcafé die dänische KODE5-Qualifikation, wo auf den Sieger ein Ticket für das Global Final in Moskau wartet.
Doch nicht nur körperlich wird die Belastung enorm sein, auch aus psychischer Sicht wird das Wochenende für mousesports nicht einfach zu verarbeiten sein. Verliert man nämlich gegen Alternate, wird man mit noch mehr Druck und Gedanken im Kopf in Dänemark ankommen. Gewinnt man dagegen das Friday Night Game, muss man sofort wieder Konzentration aufbauen und sich umgehend auf das nächste Event, mit dem nächsten Ziel und anderen Gegnern, einstellen.Wer hätte schon am Anfang des Jahres gedacht, dass ein IFNG und ein dänischer KODE5-Qualifier so richtungsweisend für das Team sein werden? Vermutlich nur die Wenigsten. Dementsprechend bedacht ist auch die Vorbereitung. Die Spieler haben sich weitestgehend zurückgezogen. – Keine Interviews, keine überflüssigen Statements. Lediglich Teammanager django fand so kurz vor wichtigen 48 Stunden Zeit, readmore.de einige Fragen zu beantworten.
readmore.de: Der KODE5-Stop auf der Dreamhack in Schweden wurde von euch ziemlich kurzfristig besucht. Wie spontan kam die Idee, nun auch noch nach Dänemark zu reisen?
Cengiz ‚django‚ Tüylü: Die Idee dazu wurde von den Spielern circa zehn Minuten nach der Halbfinalniederlage gegen SK Gaming in Göteborg geboren.
readmore.de: Wie handhabt ihr die Reise von Offenbach nach Kopenhagen? Können die Spieler etwas zur Ruhe kommen oder besteht die Gefahr, dass ihr schlaflos in Kopenhagen ankommt?django: Natürlich besteht die Gefahr, schlaflos in Kopenhagen anzukommen. Aber die Spieler sollten auch in ihrem eigenen Interesse die Fahrt dazu nutzen, zu schlafen und sich auszuruhen. Ausreden wie Schlafmangel gelten nicht mehr, immerhin ist es die letzte Chance, sich für das KODE5 Global Final zu qualifizieren.
readmore.de: Das Ziel Global Final scheint für euch unheimlich wichtig zu sein. Warum hat man nicht schon längerfristig Ausschau nach möglichen ausländischen Qualifikationsmöglichkeiten gehalten?
django: Wir sind davon ausgegangen, dass wir die deutsche Qualifikation in Berlin schaffen. Deswegen haben wir uns auch nicht längerfristig nach ausländischen Qualifikationen umgeschaut.
readmore.de: Wie sind nun die Prioritäten für das Wochenende verteilt? Hat die Wichtigkeit des Duells mit Alternate wegen des KODE5.dk etwas abgenommen?
django: Das Duell mit Alternate ist eben prestigeträchtig, hat aber am Ende des Tages kaum Relevanz, wenn wir mal ehrlich sind. – Abgerechnet wird doch ohnehin auf den EPS Finals. Dennoch wollen wir unseren Anhängern eine tolle Show bieten und den mitgereisten Alternate-Fans die Stimmung so richtig vermiesen.
readmore.de: Der Start in das Jahr 2009 war bisher mehr als holperig. Was hat das Team in der letzten Woche konkret dafür getan, wieder zu alter Form zurückzufinden?
django: In der letzten Woche wurde nicht viel anders gemacht um ehrlich zu sein. Mit der Ausnahme, dass endlich mal Klartext gesprochen wurde und es jetzt wieder heißt Vollgas zu geben. – Vor allem in Sachen Einstellung.
readmore.de: Kam dieser Klartext aus Reihen der Spielern selbst oder ging die Initiative vom Management aus?
django: Beide Seiten waren mit den vergangenen Wochen nicht zufrieden, die Initiative kam aber vom Management.
readmore.de: Vielen Dank für das Interview.

