Der DTS-Cup steht vor der Tür: Wicked, WeMade FOX, die ukrainische CS-Elite und weitere Hochkaräter werden dieses Wochenende in der Ukraine erwartet. Bestätigt ist auch die Teilnahme von k23. Die Exoten aus Kasachstan konnten sich mit Erfolgen auf den World Cyber Games an der weltweiten Spitze festsetzen. Präsenz auf der internationalen Bühne wird das Team ab Samstag wieder zeigen. Ein Teamporträt von Nils ‚hellphyte‘ Johannsen.
Bereits im Jahr 2005 machten die Kasachen auf den World Cyber Games auf sich aufmerksam. Damals erreichten sie das große Finale gegen Team 3D und fuhren am Ende mit der Silbermedaille im Gepäck nach Hause, ins Borat-Land. Zwar wurde damals CS:Source gespielt, trotzdem war der Sieg im Viertelfinale gegen mousesports ein Ereignis, das sich in den Köpfen der deutschen Fans festsetzte. Und drei Jahre später sollte jene Erinnerung schmerzhaft aufgefrischt werden.Auf den WCG 2008 musste erneut ein deutsches Team gegen k23 den Kürzeren ziehen, was zum Ausscheiden führte: 14:16 hieß es aus der Sicht von Team Alternate auf de_tuscan – das k23 Déjà-vu war perfekt. Doch dieses Mal sollte es keine Eintagsfliege bleiben: Auf dem Rekrut.ru Championship in Moskau konnte man das deutsche Werksteam erneut besiegen und außerdem die Finnen von GamePlay in die Knie zwingen. Der dauerhafte Verbleib des Teams in der internationalen Spitze nahm langsam Form an. Bronze auf den ASUS Winter und der fünfte Platz auf dem KODE5 Spain folgten; am kommenden Wochenende soll auf dem DTS-Cup in der Ukraine erneut angegriffen werden.
Dieses Mal ist die Vorbereitung sogar noch besser als auf den WCG. Damals erzählte Alex ‚Beast‘ Yakovlev, dass man zu Hause in Kasachstan nur 2on2 und 3on3 gegeneinander spiele, da das Internet zum normalen Trainieren nicht ausreiche. Diese Sorgen sind nun vergessen. Seit März wohnen die fünf Jungs dauerhaft in Moskau, wo sie von Sponsor Arbalet ein Büro gestellt bekommen, aus dem sie mit einer 25 Mbit-Leitung trainieren können, um sich weiter zu verbessern. Unterstützt werden sie dabei vom ehemaligen Virtus.pro-Spieler Konstantin ‚groove‘ Pikiner, der als Coach und Manager fungiert. Doch welche Spieler stehen hinter dem Namen „k23“? readmore.de stellt sie alle zusammen mit k23-Akteur Dauren ‚AdreN‘ Kystaubayev vor.
Alex ‚Beast‘ Yakovlev – Der Ansager und Kapitän
Manche Zuschauer betiteln das Spiel der Kasachen deshalb als altmodisch und allzu konservativ, doch Alex weicht nicht von seiner Linie ab und arbeitet weiter daran, mit seinem Team die simplen taktischen Vorgänge zu perfektionieren. Er selbst tritt dabei kaum als Madfragger in Erscheinung und ist nur selten oben im Scoreboard zu finden. Lieber konzentriert er sich während der Runde voll und ganz auf seine Aufgaben als Ansager.
AdreN über Beast:
„Beast ist wahrscheinlich der erfahrenste Spieler im Team. Daher ist er im Spiel auch unser Ansager. Er spielt eine wichtige Rolle, weil er einfach zur richtigen Zeit genau die richtigen Stellen abdeckt. Abgesehen davon macht er unglaubliche Sachen mit der USP, ohne jegliche Spiel-Physik zu beachten. (grinst)“
Mikhail ‚MihaO‘ Makashev – Der Neuling
Erst vor kurzem stieß MihaO zu k23 und hat seitdem die Position des AWP-Spielers inne. Mit der wohl dominantesten Waffe des Spiels ist er enorm schnell, hebt sich dabei aber von klassischen Snipern ab: Anstatt geduldig in sicherer Position zu warten, versucht er gerne, aggressiv den Frag zu machen. Gelingt das, ist eine spektakuläre Szene garantiert; verfehlt er, hat er seinem Team keinen Gefallen getan.
Man merkt jedenfalls, dass ihm in manchen Situationen noch die Abgeklärtheit fehlt, auch wenn der nötige Grundskill allemal vorhanden ist. So zum Beispiel an den Pistolen, mit denen er sich sehr sicher fühlt. Neben einer starken Deagle ist Mikhail derjenige, der in Terror-Pistolenrunden oft eine USP kauft oder selbige von seinen Teamkameraden gelegt bekommt. Man vertraut innerhalb des Teams offenbar darauf, dass er auf langen Distanzen als Sieger aus Pistolen-Aimduellen hervorgeht.
AdreN über MihaO:
„MihaO ist unser AWP-Spieler, was eigentlich schon viel über ihn aussagt. Er macht die Frags, die den Lauf einer ganzen Runde zu unseren Gunsten drehen können. Sein Stil, die AWP zu spielen, ist einzigartig: Sollte er seinen ersten Schuss mit ihr nicht treffen, wechselt er sofort auf die Deagle und macht auf Anhieb einen Headshot. (lacht)“
Anvar ‚Anv1k‘ Nasirov – Der Madfragger
Anvar ist einer der typischen Madfragger, die problemlos alleine eine Runde für ihr Team entscheiden können. Als Verteidiger kommt er sehr gut damit zurecht, wenn Gegner schnelle Angriffe spielen. Oft befindet er sich dann in einer günstigen Position, die es ihm erlaubt, problemlos zwei bis drei Angreifer zu erlegen. Ebenso hat Anvar als Terror ein sehr gutes Gefühl dafür, wann er einen oder oft auch mehrere Counter-Terroristen auf dem falschen Fuß erwischen kann.
Im Spiel greift er ausschließlich auf die AK47 und M4A1 zurück, wobei seine Art zu aimen nicht sehr ästhetisch ist. Oft „drückt er durch“, wie man im CS-Slang sagen würde, was ihm zwar in oben beschriebenen Multikill-Runden hilft, ihn gleichzeitig aber in der einen oder anderen Situation nicht besonders gut aussehen lässt. Alles in allem bleibt er trotzdem ein wichtiges Teil des Teams, das oft verloren geglaubte Runden drehen kann.AdreN über Anv1k:
„Anv1k ist ein Spieler, den man problemlos auf einem Bombenplatz alleine lassen kann, mit der Sicherheit, dass er die wichtigen Frags machen wird. In meinen Augen ist seine beste Waffe die Glock. Ich erinnere mich an die kasachische WCG-Qualifikation: Wir hatten mehrere 2on5- und 2on4-Situationen in den Pistolenrunden, Anv1k setzte sich mit der Glock mit Leichtigkeit gegen fünf oder vier Gegner durch. Nicht zu vergessen ist natürlich sein krankes Aim mit der AK und der M4.“
Malik ‚N1CK3L‘ Sualirov – Der Mann für die wichtigen Frags
Wer Malik beim Spielen schon einmal genauer betrachtet hat, dem wird seine sehr schnelle Mouse-Sensitivity aufgefallen sein. Mit extrem schnellen, ruckartigen Bewegungen reißt er gerne sein Fadenkreuz hin und her. Einigen gefällt’s, anderen nicht. Trotzdem ist er enorm wichtig für das Team, obwohl er auch ganz gut alleine klarkommt. Er ist einer der typischen Spieler, die gerne das 1-gegen-1-Duell suchen, um einzelne Gegner aus dem Spiel zu nehmen.
Vor allem als Angreifer geht er regelmäßig ein hohes Risiko ein, wenn er versucht, den Firstfrag zu setzen. Meist gelingt es ihm aber, womit er sein Team einen großen Vorteil bringt; besonders mit der AK47 kann er sich oft in Szene setzen. Ebenso zeigt er seine Stärke oft in Unterzahlsituationen oder beim Verteidigen von Spots bei gelegter Bombe. Auch wenn die ganz großen Multikills ausbleiben: Malik ist ein Mann für die wichtigen, weniger für die besonders spektakulären Frags.AdreN über N1CK3L:
„N1CK3L ist unser Top-Aimer und wahrscheinlich der konstanteste Spieler. Er ist besonders sicher in 1on1-Situationen, weil er einen gewissen sechsten Sinn im Spiel hat. Solltest du einmal 1on1 gegen ihn spielen, schreib einfach „kill“ in die Konsole. (lacht)“
Dauren ‚AdreN‘ Kystaubayev – Der Allrounder
Wenn man ausschließlich die Anzahl der Frags betrachtet, hat sich Dauren zuletzt wohl als stärkster Spieler des Teams etabliert. Oft ist er derjenige, der eine Halbzeit oder ein gesamtes Spiel über dominiert und immer dort auftaucht, wo man Frags machen kann. Dabei helfen ihm vor allem seine guten Allrounderfähigkeiten: Neben den Standardwaffen M4 und AK fühlt er sich auch an der AWP ziemlich sicher und kann neben einer starken USP auch oft mit der Deagle glänzen.
Ob alleine als Verteidiger auf einem Spot oder als aggressiver Angreifer auf der Suche nach dem Firstfrag: Dauren fühlt sich innerhalb des Spiels auf nahezu jeder Position wohl und tritt auch außerhalb des Servers oft in Erscheinung, sei es durch Interviews, durch Informationen über sein Team oder durch exklusive Ineye-Demos für readmore.de. – Er gibt sich alle Mühe, wertvolle Publicity-Arbeit für k23 zu leisten.AdreN über sich selbst:
„Es ist schwer, mich selbst zu beschreiben, aber ich versuche einfach mal das wiederzugeben, was andere über mich sagen. Meine Teamkameraden bezeichnen mich als „Top-Fragger“ im Team. Ich bin derjenige, der als Angreifer meist als Erster auf den Spot vordringt. Ob wir in schnell gespielten T-Runden Erfolg haben, hängt also oft davon ab, ob ich den ersten Frag machen kann oder nicht.“





