Vor zwei Tagen fanden die ESWC Masters Asia in Cheonan ihr Ende. Doch rund um das Counter-Strike-Turnier ereignete sich auch die eine oder andere Randgeschichte, die innerhalb der gewöhnlichen Coverage keinen Platz findet. – Zeit, ein paar von ihnen zu sammeln. Von Nils ‚hellphyte‘ Johannsen.
gob b und die zu schnelle Maus
Auf der ersten Map im Halbfinale gegen fnatic spielte Fatih ‚gob b‘ Dayik aus Versehen mit einer falschen Mousesensitivity. So hatte er in den Optionen in Windows, ohne es zu merken, den Zeiger auf 7/11 Strichen statt wie gewöhnlich 6/11 eingestellt. In der Pause zwischen den beiden Maps bemerkte er dies jedoch und konnte so auf de_inferno mit der üblichen Präzision spielen. Er nahm es einigermaßen mit Humor und fasste sich nur lachend an den Kopf.Counter-Strike: Alles nur ein Fake?
Die koreanischen eSport-Fans sind der Meinung, dass Counter-Strike nur eine Kopie oder ein Fake des Spiels „Special Force“ sei. Special Force ist eines der beliebtesten Spiele in Korea, die Spieler erhalten sogar recht hohe Gehälter und können somit als Special-Force-Progamer leben. Deshalb war das Spiel auch eine Disziplin der ESWC Masters, obwohl es in Europa weitestgehend unbekannt ist.
Wie GeT_RiGhT sich in den Club schummelte
In der letzten Nacht gingen mTw, fnatic, SK, einige Pressevertreter und Teammanager zusammen in einen Club in Cheonan feiern. Jedoch gab es Probleme beim Einlass: Der 19-jährige fnatic-Akteur Christopher ‚GeT_RiGhT‘ Alesund durfte zuerst nicht in den „Star Night Club“ (in Südkorea ist man erst mit 20 Jahren volljährig). Sein Teammanager Sam Mathews sammelte daraufhin die Ausweise von unter anderem Dennis ‚walle‘ Wallenberg und readmore-Redakteur Nils ‚hellphyte‘ Johannsen ein, um mit diesen GeT_RiGhT in den Club schummeln zu können. Mit Erfolg: Einer der beiden – welcher ist unbekannt – führte am Ende zum Einlass.Koreanische Admins mögen deutsche CS’ler
Die zahlreichen CS-Admins vor Ort erwiesen sich als echte mousesports-Fans. Wenn den Deutschen eine gute Aktion gelang oder sie eine Runde gewannen, freuten sich die koreanischen „Unparteiischen“ jedes Mal richtig mit und feuerten vor Spielbeginn mit „Go mousesports“ immer wieder Kapio und Konsorten an. Vor allem die lautstarken Anfeuerungen von gob b an sein eigenes Team sorgten im Adminlager immer wieder für beeindruckte Gesichter.
Die Supermodels von fnatic
Die Pressekonferenz nach dem fnatic-Sieg verlief etwas schleppend, nur wenige Reporter hatten etwas zu fragen. „Don’t be shy people. Ask!“, lautete daraufhin der Aufruf von Patrik ‚cArn‘ Sättermon, woraufhin sich ein chinesischer Kollege dann doch traute: „Deine Teamkameraden sind alle so gutaussehend. Wie macht ihr das?“, lautete seine Frage, die in der Tat ernst gemeint war. cArn wusste als spontane Antwort nur, dass das wohl an CS liegen muss und man offenbar immer hübscher wird, je mehr Counter-Strike man spielt.

