Einst waren sie Teamkameraden, heute sind sie Rivalen: Ab 19 Uhr treffen sich in der letzten Qualifikationsrunde der European Nations Championship die beiden ehemaligen Four Kings-Spieler Manuel ‚Grubby‘ Schenkhuizen und Olav ‚Creolophus‘ Undheim. Sie vertreten dabei ihre Heimatländer, die Niederlande und Norwegen im Kampf um die Endrunde der ENC. Nur von einem der beiden werden die Fans dann im Hauptwettbewerb noch Spiele sehen können.
Die Auslosung der letzten Qualifkationsrunde der ENC vor knapp einer Woche rief in der Szene ganz verschiedene Emotionen hervor. Doch die meisten davon ließen sich auf eine angesetzte Partie zurückführen: Niederlande gegen Norwegen oder auch Grubby gegen Creolophus. Während einige Fans ob der Chance, eine solche Partie zu erleben, begeistert waren, zeigten sich andere betrübt, dass man einen der beiden Weltklassespieler nicht in der Hauptrunde beobachten könne. Denn dieser Punkt ist entscheidend: Dieses Länderspiel ist wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, die WCG-Sieger von 2007 und 2008 in einem offiziellen Match gegeneinander antreten und überhaupt den legendären Ex-Four-Kings-Spieler Creolophus noch mal auf einem solchen Niveau Warcraft 3 spielen zu sehen.Die Spiele von Creolophus für Norwegen gegen Serbien machen dabei durchaus Hoffnung auf ansehnliche Spiele. Der Sieger der Blizzcon 2007 zeigte sowohl im 2on2 als auch gegen Padash und Aca gute Leistungen und führte sein Land zum ungefährdeten 3:1-Sieg. Ob das jedoch gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Grubby reichen wird, ist fraglich.
Selbst wenn jedoch Norwegen ausscheidet und dies das letzte Spiel von Olav ‚Creolophus‘ Undheim auf der internationalen Warcraft 3-Bühne sein sollte, so bietet sich den Fans doch eine einmalige Chance auf ein großartiges Spiel zwischen zwei Weltmeistern. Und eine Erinnerung macht Mut, dass Creolophus das unmögliche schafft und Norwegen in die Endrunde führt: Bei der WCG 2007 kam der Norweger auch aus der Inaktivität, erreichte das Finale und schlug dort dann Sky. Der war bis zu dem Zeitpunkt amtierender Olympiasieger – wie Grubby heute.

