Da sind die Mäuse mit einem blauen Auge davon gekommen: Nachdem die zweite Map gegen YDK verloren ging, folgte ein holpriger Start auf de_nuke – ein Hauch von Sensation lag in der Luft. Doch am Ende zeigte sich mouz doch abgeklärt genug und fuhr erwartungsgemäß den Sieg nach Hause. Antonio ‚cyx‘ Daniloski beantwortete gegenüber Nils ‚hellphyte‘ Johannsen einige Fragen zu dem Halbfinalspiel.
16:2 auf der ersten Map – der haushohe Favorit schien bereits auf de_inferno anzudeuten, dass das erste Spiel der 14. Finals ein kurzes werden sollte. Doch zu dem Zeitpunkt hatten die Zuschauer in der gut gefüllten Location die Rechnung ohne de_tuscan gemacht. 16:12 hieß es am Ende für YDK, ein Mäuseweckruf für die dritte Map.Doch woran lag es? – Übermut und Überheblichkeit dürften als erstes als Begründung in den Sinn kommen. Das gibt auch Antonio ‚cyx‘ Daniloski ganz offen zu: „Wir haben sie nach der ersten Map einfach unterschätzt. Dort haben sie teilweise gar nicht richtig Widerstand geleistet. Eventuell waren sie noch etwas aufgeregt und haben nicht ins Spiel gefunden.“
So hatte der Gegner, der von vielen im Vorfeld als der wohl einfachste bezeichnet wurde, doch eine positive Wirkung auf cyx und Konsorten. Es war nämlich eine ganz klare Warnung, dass das Quintett nicht wieder alte Fehler machen, Gegner unterschätzen und das Wesentliche aus den Augen verlieren sollte. Zu oft scheiterte man in der Vergangenheit an einer zu großen Portion Selbstbewusstsein und hatte auf dem Server dann oft schon schneller verloren, als man den Gegner ernst nehmen konnte.
Dass dieses Problem auch auf den EPS Finals hätte auftreten können, wurde in dem Spiel deutlich genug. Problem erkannt, Problem gebannt. Da gibt man doch gerne eine Map gegen YDK ab und wird wachgerüttelt, bevor man zu dieser Erkenntnis erst gelangt, wenn es schon zu spät ist: Im Grand Final.
Doch gegen wen soll es dann morgen überhaupt gehen? – „n!faculty hat sich sehr intensiv vorbereitet. Sie haben extrem viele Demos geschaut“, weiß cyx zu berichten und räumt dem Kölner Team enorm hohe Chancen ein, Alternate in die Knie zu zwingen. Er und sein Team werden sich der intensiven Vorbereitung aber heute Nacht nicht mehr anschließen: „Ich denke Fatih weiß schon alles, was er über unsere möglichen Gegner wissen muss.“ – Also keine durchzechte Nacht vor dem Notebook mit trockener Demoanalyse. Ein Bootcamp wurde übrigens seit langer Zeit nicht mehr im Hause mouz abgehalten.Und wie hat sich eigentlich Blizzard geschlagen? – „Er hat ganz gut gespielt“, lautet der kurze und nüchterne cyx-Kommentar zu dieser Frage. „Er hat seine Ansagen präzise und sinnvoll gemacht“, begründet er die noch ruhige und verhaltene Art des Heimkehrers auf der Bühne.

