Zum Start der neuen EPS-Saison hat sich readmore.de den amtierenden deutschen Meister mTw geschnappt und sich zusammen mit Team-Captain André ’nooky‘ Utesch auf die Suche nach den Unterschieden gemacht, die mTw so stark werden ließen. In einer mehrteiligen Serie wird aufgezeigt, wie mTw sich entwickelte und was das Pro-Gaming vom Casual-Gaming unterscheidet.
Das Team von mTw ist national seit über einem Jahr ungeschlagen. In der ESL Pro Series sicherte man sich so binnen dieses Jahres zwei Titel. Am Wochenende startete die neue Saison mit dem Intel Friday Night Game in Dresden und für mTw ist somit die Zeit gekommen, seinen Titel abermals zu verteidigen. Den ersten Sieg auf dem Weg dorthin konnte man sich bereits sichern.
In den beiden vergangenen Seasons blickt mTw auf eine imposante Statistik zurück. Von 29 Spielen gewann man 25, vier gingen unentschieden zu Ende. Eine Niederlage sucht man in der Statistik, die sich auf den Finals mit vier Siegen aus vier Spielen fortsetzte, vergeblich. An den Jungs des Hamburger Clans führt momentan einfach kein Weg vorbei. Dabei weiß das Team selbst gar nicht, was sie so großartig anders machen als die Konkurrenz. „Schwer zu sagen, aber ich denke, dass wir einfach ein Team mit fünf gleich guten Spielern haben. Jeder von uns ist in der Lage, eine Runde oder sogar ein Spiel, das schon verloren zu sein scheint, noch zu gewinnen“, erwidert Team-Captain André ’nooky‘ Utesch auf die Frage nach diesem gewissen Fünkchen mehr, das am Ende zum Sieg reicht.Bloß nicht auf den Lorbeeren ausruhen
„Wer auf dem Thron steht und sich auf seinen Lorbeeren ausruht, der wird sehr schnell von diesem gestoßen.“ Daher arbeitete man sehr gewissenhaft an der Vorbereitung auf die neue Saison. Im Mittelpunkt stand dabei, individuelle und taktische Fehler so gut es geht zu vermeiden. Eine ausführliche Analyse der Trainingsspiele und das stetige Wiederholen fester Abläufe ist dabei entscheidend. Doch als Titelverteidiger hat man noch eine ganz andere Last zu tragen, kennen die Gegner doch den Spielstil des deutschen Meisters inzwischen sehr genau. „Wenn man immer und ständig das gleiche spielt, dann wird man sehr schnell vom Gegner gelesen und diese entwickeln Antitaktiken. Man muss sich einfach immer wieder etwas Neues überlegen und bestimmte Specials mit einbauen, um die Gegner überraschen zu können.“
Neben der spielerischen Klasse, so weiß André, würde man diesen Erfolg jedoch nicht feiern können, wenn man sich nicht auch außerhalb des Spiels verstehen würde. „Wenn man sich im Team gut versteht, spielt man auch einfach befreiter und besser“, lässt er verlauten. So ist es dann auch möglich, Spiele bei denen man bereits in Rückstand geraten ist, noch einmal zu drehen.
Auch dieses Jahr wieder: Mission Titelverteidgung
Diese Lockerheit will man auch in dieser Saison fortführen. Und dies trotz eines Spielerwechsel, der vor der Saison durchgeführt wurde. Patrick ‚mEiJin‘ Kriebus heißt der neue Spieler im mTw-Aufgebot, der für Andreas ‚ph0s‘ Wicht zum Team stößt. Dieser möchte sich fortan auf sein Leben außerhalb des eSports konzentrieren. Jedoch glaubt man fest daran mit mEiJin den richtigen Ersatzspieler gefunden zu haben.Und was macht die Konkurrenz? Diese wechselt Spieler hin und her, um jene Kombination zu finden, mit der man mTw in dieser Saison knacken kann. Doch mTw setzt auf die Fähigkeiten seiner Einzelspieler und den Erfahrungsvorsprung aus der vorherigen Counter-Strike 1.6-Zeit. Dieser hat geholfen „unser taktisches Spiel enorm zu verbessern.“ So heißt die Mission auch in diesem Jahr wieder: Titelverteidigung.
In den nächsten Teilen berichtet André ’nooky‘ Utesch über den Unterschied zwischen Casual-Gamern, die Bildung des Teams, Reisen und Veranstaltungen, die taktische Vorbereitung und das Training an sich.

