Vor der Saison gab es beim Counter-Strike: Source Team von mTw eine Veränderung im Lineup: Der Spieler Andreas ‚ph0s‘ Wicht verließ das Team und Patrick ‚mEiJin‘ Kriebus nahm seinen Platz ein. Doch gerade für ein Spitzenteam mTw ist es schwierig, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Ein Spieler muss schließlich nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich ins Team passen. Andre ’nooky‘ Utesch berichtet über den Ablauf solcher Transfers.
Man sagt, wer aufhört sich zu verbessern, hört auf gut zu sein. Daher ist es natürlich auch für ein eSport-Team unabdingbar, sich permanent zu verbessern. Doch gerade im semi-professionellen Bereich, lässt sich eine solche Verbesserung nur selten ohne personelle Veränderungen erreichen. Aber an der Spitze, ist das mögliche Spielermaterial sehr dünn.„Zuerst wird natürlich auf die Fähigkeiten auf dem Server geachtet. Und da fällt meistens schon ein Großteil der verfügbaren Spieler weg und es bleibt nur noch eine Hand voll Kandidaten übrig“, gibt nooky an. Doch so häufig würden sich die Top-Teams ohnehin nicht auf Spielersuche begeben. Und wie diese dann abläuft, ist stark abhängig von der Situation vor der Saison. „Wenn wir schon zu Begin einer Saison wissen, dass wir einen neuen Spieler brauchen werden, dann schaut man sich natürliche gewisse Spieler während einer Saison genauer an und beobachtet diese.“ Häufiger ist es aber so, dass man während der Saison „ab und zu Spiele anschaut und wenn uns ein Spieler dabei besonders auffällt, dann behalten wir diesen im Hinterkopf; Denn man weiß ja nie ob man nicht doch mal irgendwann einen neuen Spieler benötigt.“
Ob ein neuer Spieler von Nöten ist, bestimmt beim Counter-Strike: Source-Team von mTw in erster Linie das Team selbst. „Aber auch mit dem Management wird über neue und auch aktuelle Spieler geredet, denn bei mTw ist man zwar größtenteils zum Spielen, allerdings erwartet einen natürlich auch noch einiges mehr.“ So sollen am Ende alle mit dem Gesamtpaket zufrieden sein, zudem auch das Verhalten neben dem Server zählt. Und „dann kommt es natürlich auch auf die Motivation, Einsatzbereitschaft und die Zeit an“, die dem Spieler zur Verfügung steht. „Denn wir sind sehr oft auf Events und machen im Jahr meist mindestens vier längere Bootcamps.“Für die Bootcamps wäre es zwar wünschenswert, dass alle Spieler aus derselben Region kommen. Doch der Wohnort ist bisher nur ein untergeordnetes Kriterium. „Es ist natürlich von Vorteil, wenn alle Spieler nah beieinander wohnen. Leider gibt es noch zu wenige Topspieler, um eine große Auswahl zu haben, damit man ein lokales Team stellen kann.“ Und für ein eSport-Team ziehe derzeit noch niemand um. „Aber was noch nicht ist kann ja noch werden“, sagt André.

