Im September hatte die Interessengemeinschaft der professionellen Teams im eSport, die G7, alle Teams dazu aufgerufen, sich per Mail bei ihnen zu melden, sollten sie noch Forderungen gegenüber einem Ligen- oder Turnier-Veranstalter haben. In den vergangenen Wochen ermittelte man einen Fehlbetrag von 355.208$. Dabei stehen vor allem die CPL, der ESWC und die GGL am Pranger.
Die G7, in der zurzeit die Teams mousesports, SK Gaming, fnatic, mibr, compLexity und EG organisiert sind, sammelt seit September fleißig Fehlbeträge, die dadurch entstanden sind, dass Turnierveranstalter ihr versprochenes Preisgeld noch nicht ausgezahlt haben. In den letzten zwei Monaten kam dabei ein Betrag von 355.208$ zusammen, den man nun versucht einzufordern.
Gezielt stellt die G7 dabei die CPL, die vor einigen Monaten durch einen Investor aus Abu Dhabi übernommen wurde, den ESWC, die nach ihrem Konkurs ebenfalls einen neuen Inhaber hat sowie die GGL an den Pranger. Letztere sieht sich neben den offenen Preisgeldern auch noch Forderungen in Höhe von 274.000$ gegenüber, die Game Hosting fürs Hosting der Seite verlangt.
Bisher habe man nur vom ESWC eine vage Antwort erhalten, während sich die anderen bisher enthalten haben. Daher fordert man dazu auf, alle aktuellen und künftigen Bemühungen der Veranstalter zu boykottieren, solange diese nicht ihre noch offenen Preisgelder bezahlt hätten.
Neben der Rüge für die insgesamt 15 Sünder, gibt es aber auch ein besonderes Lob für die World Cyber Games, die wie auch die KODE5, alle Preisgelder stets pünktlich ausgezahlt hätten. Damit kann sich die ESL zwar noch nicht rühmen, die G7 stellt jedoch klar, dass man sich hier auf einem guten Weg befinden würde, untermauert aber auch die Forderung an die größte europäische Liga, den eingeschlagenen Weg fortzuführen.
Schlussendlich stellt die G7 klar, dass es sicher noch Zeit in Anspruch nehmen wird, bis wirklich alle offenen Preisgelder bezahlt sind. Doch man empfindet diesen ersten Schritt als gelungen. Jedoch will man sich darauf nicht ausruhen und auch zukünftig alle Organisationen anprangern, die sich betrügerisch und bösartig versuchen am eSport zu bereichern.