Der Tournament Director der EPS, Alexander ‚crtmN‘ Nehr, äußert sich in einem Gespräch über die Vorwürfe von hoorai, die ESL hätte Alternative bewusst nicht aus der ESL Pro Series ausgeschlossen. Dabei bestätigt er, dass man durchaus von den Unregelmäßigkeiten in den Profilen der Spieler gewusst hätte, diese aus Fairnessgründen jedoch nicht ahnen konnte.
Im Gespräch mit Fragster.de geht crtmN zu erst auf die nicht regelkonform ausgefüllten Spielerprofile ein. So wäre man zwar darüber informiert worden, dass die Profile von Alternative zeitweise nicht in Ordnung waren, jedoch hätte man aus Gründen der Gleichberechtigung nicht eingreifen können. „Wie man dem Regelwerk der ESL Pro Series entnehmen kann, obliegt die Überprüfung der Team- und Spieler-Accounts alleine den EPS-Admins.“ Würde man ein vereinzeltes Profil aufgrund eines Hinweises prüfen, so würde dieser Spieler und sein Team benachteiligt werden.In der kommenden Saison sollen jedoch Scripte zum Einsatz kommen, welche die Admins auf Regelverstöße im Profil hinweisen. Auch sei es eigentlich gar nicht möglich, dass ein anderes Team als jenes, gegen das ein Team am aktuellen Spieltag spielt einen Verstoß meldet. Schließlich sei in der EPS ein Matchprotest das einzig zugelassene Mittel, um Verstöße zu melden. „Hier soll auch die gezielte Suche nach Strafpunkten bei bestimmten Teams durch Dritte unterbunden werden. Die einzige Ausnahme von dieser Regelung bilden Vergehen, die für ein teilnehmendes Team nicht ersichtlich sind.“ Welche das sind, wird offen gelassen.
Zu dem Vorwurf eine Matchwiederholung bei einem illegalen Net_graph-Befehl wäre hoorai zu spät informiert worden sagt crtmN: „Bei einem Befehl, der einem einen Wallhack-ähnlichen Vorteil erbringen kann, kann man sich schon denken, dass ein Strafpunkt eine zu geringe Bestrafung in der höchsten Spielklasse Deutschlands wäre.“
Abschließend stellt er klar, dass es in seinen Augen keine Bevorteilung Alternatives durch die Admins gegeben hätte. Man hätte nach besten Wissen und Gewissen gehandelt. Er könne jedoch die Wut auf seinen von hoorai verstehen, aber „man muss solche sensiblen Regelfragen sachlich und möglichst emotionslos diskutieren, dabei ist sein Interview sicher nicht gerade hilfreich.“
