Während momentan vielerorts gespannt der Start der StarCraft II-Beta erwartet wird, unternahm man bei Blizzard just einen Schritt, den man als dem Start der Beta auf jeden Fall vorhergehend ausgerufen hatte: Die formelle Ankündigung des neuen und verbesserten Battle.net. readmore.de fasst die Änderungen zusammen.
Auf drei Grundpfeilern hat man laut Blizzard die überarbeitete Version der immens erfolgreichen Online-Plattform aufgebaut. Diese sind kurz formuliert die Integration des Battle.net auch in das Solospiel, das Angebot einer Wettbewerbsumgebung für Spieler jedes Skilllevels und schließlich die Einarbeitung von „Web 2.0“-Features. Ein weiteres neues Element soll die Möglichkeiten für Mods betreffen.
Immer Verbunden
Offiziell sprechen die Entwickler von der „always-connected experience“. Es werden dabei Features angeboten wie die Möglichkeit, beim Spielen der Kampagne über das Battle.net mit Freunden zu chatten, seinen Fortschritt in der Kampagne über das Battle.net zu synchen und somit problemlos an mehreren PCs solo spielen zu können, sowie natürlich das Verdienen von im Bnet-Profil einsehbaren „Achievements“ auch im Solospiel.
Der kompetitive Aspekt
Dass das neue Battle.net auch dem Durchschnittsspieler und gar dem sogenannten „Casual“ eine bequeme Möglichkeit bieten soll, sich mit anderen zu messen – also ohne in den Boden gerammt zu werden -, ließ Blizzard schon auf der hauseigenen Messe 2009 verlauten.
Die offizielle Enthüllung geht hier sogar eher noch weniger ins Detail, bestätigt aber noch einmal den Grundgedanken: Kleine Divisionen mit hundert Spielern, die jedem davon die
Möglichkeit geben sollen, zu gewinnen.
Auch für Teamspiele der höheren Größenordnungen, etwa 4v4, wird es ein Auto-Match-Making geben, aus dem Clanwargeschehen sich aber offenbar zurückgehalten. Weitere Anfänger-Modi sollen in Co-op-Partien gegen die KI und in der „Practice League“, die auf der Blizzcon durch Regeln wie „10 mins no rush“ charakterisiert wurde, bestehen.
Social Networking
Neben den üblichen und zu erwartenden Features wie seperaten Chatfenstern und übersichtlichen Kontaktlisten, mit viel Informationen in den Spielerprofilen usw. wird es in diesem Punkt laut der Ankündigung auch optional die Möglichkeit geben, auf gegenseitiger Basis anderen Spielern persönliche Informationen preiszugeben. Hauptsächlich geht es dabei aber wohl um Leute, die man sowieso auch im richtigen Leben kennt. Scheinbar sind allerdings Chatchannel immer noch nicht vorgesehen.
Schon auf der Blizzcon angesprochen waren für diesen Punkt außerdem die Möglichkeit, mit Spielern in WoW zu kommunizieren. Da sicherlich auch mit Spielern im „alten“ Battle.net noch zu chatten sein wird, spricht man bei Blizzard was diesen Unterpunkt angeht auch vollmundig von „connecting the Blizzard community“.
Mod-Support
Gegenüber dem Battle.net-Panel auf der Blizzcon erfährt man hier nicht sehr viel Neues. Die Möglichkeit, Mods kostenpflichtig anzubieten, soll erst einige Zeit nach Release freigeschaltet werden und die „Custom Game“-Suche soll das Finden von Spielen ganz bestimmter Modi (auch Mods) ganz einfach machen. Auf Screenshots ist zu sehen, dass es auch in Mods die Möglichkeit geben wird, unterschiedliche Modi von vornherein zu definieren und dann schon beim Erstellen des Spiels einzustellen, so dass sich etwa direkt nach Allpick-Varianten der DotA-Mod suchen ließe.
Der vielleicht interessanteste Satz von Blizzard zu diesem Punkt: But while Battle.net supported mods at a basic level, integration with tools and the mod community wasn’t where it needed to be for a game releasing in 2010.