Die ESL Amateur Series wird bereits zwei Wochen nach dem Start von einem Cheatvorfall überschattet. Vier Spieler aus dem mymP.net-Lineup sollen sich mit Hilfe eines serverseitigen Hacks unfaire Vorteile geschaffen haben. Die vier Betroffenen wurden mit sofortiger Wirkung gesperrt.
Der Vorfall ereignete sich bereits vor einer Woche im Auftaktspiel zwischen mymP.net und fUBARS. Vor der Partie einigten sich beide Teams den Wert „mp_fadetoblack 1“ zu aktivieren, der das Bild komplett abdunkelt. Auf einem Aequitas-Screenshot, der während des Spiels geschossen wurde, sah man merkwürdigerweise noch Teile der Waffe und der Map. Im ersten Moment führte man diese Auffälligkeiten auf den einsetzenden Fade-To-Black-Prozess zurück. Nach genauerer Sichtung stellte man fest, dass die Anzeige für einen Kill gänzlich fehlte.
Die Geschichte endete in einem Protest Seitens fUBARS, dem heute stattgegeben wurde. Für die vier Spieler Dennis ‚Lippi‘ Ruetzel, Philipp ‚beyzat hehejo‘ Deutsch, crizn und pyxx bedeutet diese Entscheidung eine zweijährige Zwangspause. geron, der fünfte Mann, kommt als einziger ohne Strafe davon. Er soll nicht vom serverseitigen Cheat profitiert haben. In letzter Zeit häuften sich Meldungen zum Thema serverseitigen Cheats, nun ist der erste Fall eines solchen, in einer höheren Spielklasse publik.
Noch während dem Protest veröffentlichte mymP.net ein Statement zur aktuellen Sachlage, dort wies man alle Schuld von sich. Nach dem weder mymP.net, noch fUBARS einen Server zur Hand hatte, begab man sich auf Serversuche. Erst in letzter Minute wurde man bei einem außenstehenden fündig, der sich nach dem Spiel in Luft auflöste, so crizn im Statement.
Der freigewordene Slot soll per Qualifikationsturnier neu vergeben werden, da der dritte Spieltag noch nicht absolviert wurde. Wer am Nachrücker-Cup teilnehmen wird, ist noch unklar. Neben den vier Spielern erhält auch der Clan, für diese und die kommende Saison ein Spielverbot in der zweiten Bundesliga. Dieser reagierte sofort und entließ das komplette Team.