Nach rund sieben Monaten verabschiedet sich die eSport Organisation Wild Lions von der eSport-Bühne. Grund für das plötzliche Ableben des Clans soll der Absprung eines der Geldgebers sein und der damit verbundenen Zahlungsunfähigkeit. Aus den Wilden Löwen wurde binnen einem Monat zahme Löwen. Für die 16. Ausgabe der ESL Pro Series ist es nach hoorai bereits der zweite Clan, welcher sich vorzeitig vom Geschehen verabschiedet.
Die Wild Lions sorgten in letzter Zeit mit der Verpflichtung des CS:S EPS-Vizemeisters hoorai für Aufsehen. Bereits damals wurden erste Stimmen laut welche an der Glaubwürdigkeit des Clans zweifelten, diese sollten bereits einen Monat später Recht bekommen. Obwohl Gründer Jürgen ‚fischbones‘ Klein in zahlreichen Interviews, unter anderem mit Spox, von der finanziellen Sicherheit seiner Organisation schwärmte, kam nun alles anders.
Die Teams blieben bis zuletzt im ungewissen, fischbones stellte die Zahlungen ein und verschwand ohne einen einzigen Kommentar. Gegenüber fragster.de äußerte sich der ehemalige Wild Lions-Teamkoordinator Nils ‚Nils‘ Huesken sichtlich enttäuscht: „Es wurde jede Kontaktaufnahme verweigert. Es musste jemand vorbeifahren, damit wir erfahren haben, was Sache ist. Daraufhin haben wir die Teams informiert, uns darum gekümmert, dass alle Teams ihre Lizenzen zurückbekommen und eine Basis geschaffen, damit die Teams ihr Training fortsetzen können, bis sie ein neues zu Hause gefunden haben.“
Die verbleibenden Teams, darunter sechs EPS-Teilnehmer aus dem In- und Ausland, müssen sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber begeben. Besonders bitter dürfte es für das ehemalige hoorai-Team, rund um Team Captain Nico ’sYrox‘ Strott sein, die erst Anfangs März zum Team stoßen. Daneben trifft es auch das Call of Duty und das FIFA-Team sowie die Quake Live-Spieler aus der EPS. Auch die beiden ausländischen Teams aus Großbritanien und Spanien stehen ohne Arbeitgeber da.