Auch wenn die derzeitige Tabellensituation keine spannende Partie versprach, schenkten sich die beiden Finalskandidaten Thermaltake und das ehemalige Team der Wild Lions nichts. Diese ergänzten ihr Outfit mit Krawatten, um ein Zeichen für die fehlende Professionalität in der Clanlandschaft zu setzen. Die Zuschauer im ausverkauften Maimarktclub kamen in den Genuss der maximalen Rundenanzahl.
Wie bereits in Offenbach, wo man Team Alternate unterlag, gewann Thermaltake die Seitenwahl auch heute wieder. Bei dieser vertraute man den guten Trainingsleistungen als Verteidiger auf der heutigen Map de_tuscan. Das Training machte sich in den ersten Runden nach einer 3:0-Führung bemerkbar. Thermaltake ließ sich auch durch die kurze Spielunterbrechung nach der gewonnen Pistolenrunde nicht aus der Ruhe bringen. Allerdings blieb es für einen längeren Zeitraum bei diesen drei Runden, während sich auf dem Konto der Wild Lions eine Runde um die andere anhäufte.
Neben den Wild Lions kämpfte Thermaltake öfters mit der Uhr, die nicht nur einmal gegen das Werksteam lief. Schon in der fünften Runde eliminierte man, trotz einer Sparrunde, das gegnerische Team, die Zeit reichte aber nicht mehr um die Bombe rechtzeitig zu entschärfen. Es sollte nicht die letzte ähnliche Szene in diesem Spiel sein. Nach und nach hielten auch die AWPs Einzug. Bei Thermaltake schlüpfte Neuzugang Marco ‚FzD‘ Sorrentino erfolgreich in diese Rolle. In einer 1on1-Situation entschied er mit einem gekonnten Schuss durch eine Rauchgranate die Runde zum 4:5. Danach spielte Thermaltake zu steif und riskierte fast nichts mehr. Die Wild Lions nutzten die Situation aus und erhöhten kurz vor der Pause zum 9:4. Erst in der 14. Runde bot Thermaltake das lang erwartete Offensivspektakel. Nicht zuletzt dank FzD schloß man die erste Halbzeit mit einem akzeptablen 9:6 ab.
Um Zehntelsekunden verpasste Thermaltake die zweite Pistolenrunde. Der letzte Wild Lions-Spieler eierte mit 4 Health Points auf der Map rum. Beim Werksteam achtete allerdings niemand genauer auf die Zeit. Wenig überraschend gingen die beiden folgenden Sparrunden an die Wild Lions. Trotz des immer größer werdenden Vorsprungs blieb man im Lager des Sechstplatzierten ruhig und konzentriert. Mit einigen guten Strategien kämpfte man sich wieder zurück ins Spiel, nicht zuletzt dank vorsichtig agierenden Löwen. Auch die beiden Madfragger Christopher ‚crovex‘ Mück sowie Christian ‚Igor‘ Meyer blühten im Verlauf des Spiels immer weiter auf.Beim möglichen Ausgleich scheiterte man zum dritten Mal in dieser Partie an der fehlenden Zeit. Wenig später, fast schon zu spät, machte Thermaltake vom Timeout Gebrauch. crovex stimmte in dieser sein Team äußerst akribisch auf den letzten vier Runden ein, mit Erfolg. Der Lauf des Werkstems wurde nur durch anhaltende Headset-Probleme beim Wild Lions-Spieler Christoph ‚disruptor‘ Dölger gestoppt. Das Spiel blieb bis zuletzt spannend, allerdings blickten die ehemaligen Wild Lions-Spieler beim Stand von 14:14 langsam hinter die erfolgreichen Angriffe auf den A-Spot. In den letzten beiden Runden misslangen diese.
Taktiker und Ansager crovex resümierte die Partie im Nachinterview mit ESL TV kurz. Mit einer oder zwei zusätzlichen Runden als Verteidiger hätte die Partie auch anders ausgehen können. Die Niederlage könnte im Verlaufe der Saison noch eine wichtige Rolle spielen. Beide Teams dürften sich beim Kampf um die Finals noch in die Quere kommen.readmore.de wählt den Spieler des Spiels: Christian ‚Igor‚ Meyer (Thermaltake)


