Die sechzehnte Saison der ESL Pro Series wird erneut von einem Cheat-Vorfall überschattet. Der bomk-Spieler Daniel ‚hiS‘ Wilger wurde beim Spielen auf einem ESL King of the Hill-Server anhand einer Demo überführt. Neben der obligaten zweijährigen Zwangspause für hiS, wird auch EPS-Teilnehmer bomk mit einer Sperre für die laufende und nächste Spielzeit belegt.
Die ESL bestätigt heute die Cheat-Sperre, nachdem man sie bereits vor mehreren Wochen aussprach und nur wenig später wieder zurückzog. Verfahrensfehler sollen die Veröffentlichung verfrüht haben, jedoch nicht verfälscht. So hat man die Demo nach der ersten Bekanntgabe noch einmal genauer gesichtet und durch alle internen Instanzen gejagt. Die Entscheidung blieb unverändert, auch die geforderte Zweitanalyse wurde heute abgelehnt.
Besonders hart dürfte der Vorfall für bomk sein, welche aus dem laufenden Spielbetrieb ausgeschlossen werden. Zusätzlich ist man für ein weiteres Jahr in der höchsten Spielklasse und der zweiten Bundesliga gesperrt. Alle bisherigen Spiele von bomk, die momentan auf dem dreizehnten Platz rangieren, werden gelöscht und fließen nicht in die Wertung ein. Die Regel mit dem Nachrückerteam wird nicht zum Tragen kommen, da der dritte Spieltag bereits seit längerem absolviert ist. Im Teilnehmerfeld klafft damit ein kleines Loch, die Nutznießer davon sind die beiden geschlagenen Teams mTw und n!faculty. Auch die Wild Lions profitieren von dieser Entscheidung, nachdem man sich nur mit einem Punkt begnügen musste.
Der aktuelle Fall dürfte aber weitere Fragen über die Anti-Cheat-Verfahren der ESL aufwerfen. hiS wurde auf einem ESL King of the Hill-Server anhand einer Demo, eines anderen KotH-Teilnehmers überführt. Ähnlich wie im normalen Ligabetrieb reicht eine Demo und einen Statusscreenshot der die SteamID und den Ingame-Nick des Spielers enthält. Bereits vor der Saison wurde der ehemalige Tera-Spieler David ‚dav1d‘ Kelling des Cheatens überführt, allerdings nur in einem PCW. Sanktionen der ESL blieben aus, seit Cheaten in Fremdligen nicht mehr geahndet wird. Auch wenn nicht ganz klar ist ob hiS die unerlaubten Hilfsmittel in der EPS angewendet hat, gebracht hätten sie nichts. Denn alle EPS-Begegnungen in denen der 22-jährige mitgewirkt hatte, gingen verloren.