Vor knapp 14 Stunden gingen in Köln die sechzehnten ESL Pro Series Finals mit einigen Überraschungen zu Ende. readmore.de war live vor Ort und fasst für euch einige Fakten der Finalspiele zusammen.
WarCraft-Spieler gestalten würdigen Abschied
Mit dem Ende dieser Season endet auch gleichzeitig eine Ära. WarCraft 3 verabschiedet sich aus der höchsten Spielklasse und wird zukünftig nur noch in der kleinen ESL Major Series, dem Ableger für Mini-Spiele der Intel Extreme Masters, auf professionellen Niveau gespielt. Das dieser Schritt nicht hätte sein müssen, bewiesen die Protagonisten auf den EPS Finals. Denn nach einigen Jahren Langeweile, zeigte gerade HasuObs, wie viel Spannung und Innovationskraft bei WC3 noch vorhanden ist und bot den Fans vor Ort und zuhause eine tolle Show. Von der sonst so typischen Taktik-Tristes war da wenig zu spüren. Aber wie heißt es so schön: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist.
Morgen folgt das große Abschlussinterview mit ESL Pro Series Gewinner HasuObs
CS: Source stellt Counter-Strike 1.6 in den Schatten – bei weitem
Es war schon eine große Party, welche die Counter-Strike: Source-Spieler auf der Bühne und die zahlreichen Fans vor der Bühne feierten. Das Team Thermaltake hatte sogar so viel Spass, dass sie noch während der Auszeiten des großen Finales auf der Bühne einige Tanzeinlagen einlegten (wie später auch XlorD nach erhalt seines EPS Awards). Davon waren die Counter-Strike 1.6-Teams, die zudem vor deutlich geleerten Reihen spielen mussten, weit entfernt. Vielleicht sollten sich die Counter-Strike-Fans mal wieder auf nach Köln machen, um mit ihren Teams mitzufiebern, oder einsehen, dass die Source-Fanbase inzwischen groß, wenn nicht gar größer ist.
LÄN? Was ist das?!
Wir schreiben den Sommer 2010, das LAN (Local Area Network) hat inzwischen einige Jahre auf dem Buckel und ist eigentlich allseits beliebt. Aber offensichtlich hat sich diese gigantisch tolle Erfindung noch nicht überall durchgesetzt. So haben die PCs des Hauptsponsors, der an dieser Stelle bestimmt nicht genannt werden will, sich geweigert eine LAN-Verbindung in FIFA aufzubauen. Damit wurde der Zeitplan ein wenig über den Haufen geworfen – HasuObs Taktik-Schlacht hatte da vielleicht auch ein wenig Einfluss drauf – und die FIFA-Partien sollten daher eigentlich nicht mehr auf der Bühne ausgespielt werden. Dies gefiel den Jungs aber so gar nicht und man kündigte im für den Fall der Fälle einen Boykott an. Also ging es, als dann alles lief, auf die Bühne. Am Ende gewann dann trotzdem wieder einmal SK Gaming.
Eins muss man der Hardware jedoch zu gute halten: Immerhin gab es keine nennenswerten Crashes und somit auch keine komplizierten Admin-Entscheidungen. Da es auch in der Gaming Area der Zuschauer leichte Probleme mit dem Netzwerk gab, konnte sich ein gewisser readmore.de-Redakteur immerhin um eine Klatsche in Dawn of War drücken.
„Was hältst du eigentlich von den Vuvuzelas?“
Grundsätzlich würde man die Moderation auf den EPS Finals wohl mit 2-3 bewerten. Jedoch gab es da auch diese kleinen Aussetzer, die jedoch häufig eher für Unterhaltung sorgten, manchmal jedoch auch etwas unangemessen wirkten. So unterhielten sich yAwS und Caster FiLLy mitten im großen WC3-Finale gern mal darüber, was sie mit Leuten anstellen wollen, die auf großen Fanfesten auf ihren Vuvuzelas rumblasen. Oder Mase verpasst den Beginn des Casts nach einer kurzen Pause an der frischen Luft und Puri fühlt sich etwas allein gelassen. Doch grundsätzlich war der Cast ok und wie Mase bereits während der Übertragung andeutete: Soll man ihn doch dafür flamen, dass er Spass an den Spielen habe. Er werde sich nicht dafür entschuldigen, dass er die Spieler feiert.
Spiel um Platz 3 stellt Finale in den Schatten
Bisher gab es im readmore.de Ergebnisticker immer eine Konstante: Wenn mousesports gegen Alternate in Counter-Strike 1.6 spielt, dann sind die Fans voll dabei. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Trotz das es beide Probanden ins Finale schafften, stahl ihnen das Spiel zwischen TBH.eSports und n!faculty die Show. 34 Kommentare und gut 15.000 Zugriffe mehr konnte die Partie um den dritten Platz ziehen. Es war aber auch einfach ein enger Kampf.