Mit dem großen Finale in Counter-Strike 1.6 zwischen SK Gaming und Natus Vincere endet vor kurzem der ESWC 2010. Zu Überraschungen kam es in praktisch keiner Disziplin. In Counter-Strike siegte Natus Vincere, in WarCraft 3 der Südkoreaner June ‚Lyn‘ Park, im CS 1.6 Female-Wettebewerb das US-amerikanische Team von SK und in Quake Live durfte sich mit Shane ‚rapha‘ Hendrixson ebenfalls ein US-amerikanischer SK-Akteur feiern lassen.

Mit dem Ende des diesjährigen ESWC beginnt gleichzeitig auch eine Wartephase: 90 Tage hat die G7 den Organisatoren Zeit gegeben um die Preisgelder zu begleichen. Doch zunächst überwiegt die Freude. So unter anderem bei den Ukrainern von Natus Vincere, die nach dem Sieg auf den IEM Global Finals erneut die komplette internationale Konkurrenz hinter sich ließen und sich den ESWC-Titel sicherten. Besonders beeindruckend war dabei, dass markeloff und Co. mit fnatic, mTw.int und SK Gaming alle Mannschaften schlugen, denen im Voraus Chancen eingeräumt wurden ihrerseits den Titel zu gewinnen.
Trauer dürfte dagegen bei Jang ‚Moon‘ Jaeho herrschen. Erneut konnte der Südkoreaner nicht den ESWC gewinnen. Neben der WCG ist der ESWC-Sieg einer der wenigen der Moon in seiner Titelsammlung noch fehlt. Sein Teamkamerad Lyn hingegen kann sich über den Erfolg und 8.000 Dollar Preisgeld freuen. Zum vierten Mal in Folge gewann damit auch ein Südkoreaner den Titel in WarCraft 3. Lyn reiht sich in eine Linie mit WhO (Sieger 2008), SoJu (Sieger 2007) und Lucifer (Sieger 2006) ein. Der letzte ESWC-Titelträger der nicht aus Südkorea stammt, Manuel ‚Grubby‘ Schenkhuizen, musste im Viertelfinale gegen Moon die Waffen strecken.
Ebenfalls siegreich waren die SK-Spielerinnen in Counter-Strike.female, die unter anderem das russische mousesports-Team bezwangen und der SK-Akteur rapha in Quake Live. In Need for Speed verlor der Deutsche HuSky das Finale an Steffan aus den Niederlande.