Auf der gamescom begegnen einem Hinz und Kunz….und Daniel-Farid Belala. Der ehemalige Turtle Entertainment und ESL TV Mitarbeiter moderiert in Köln verschiedene Sachen. readmore.de erkannte die Chance und nutzte sie prompt. Im Gespräch redet Belala über seine Aufgaben auf der gamescom, seine immernoch anhaltende Verbindung zum eSports, das Verhältnis zu den alten Kollegen von Turtle und viele andere Dinge. Außerdem lobt er seinen ehemaligen Kollegen Dennis ‚TaKe‘ Gehlen.
readmore.de: Hallo, Daniel, erzähl uns doch erst Mal, was du jetzt hier auf der Messe eigentlich machst, wo du ja nicht mehr bei Turtle Entertainment und ESL TV arbeitest.
Belala: Hallo. Ja also ich habe ja zum 01.04. ESL TV verlassen und bin jetzt als Freiberufler hier auf der Messe tätig. Das heißt verschiedene kleinere und größere Firmen haben mich gebucht und für die moderiere ich hier deren Shows.
readmore.de: Was für Firmen sind das?
Belala: Zum einen ist das Schenker Notebooks mit der Marke XMG, Extreme Mobile Gaming, die haben unter anderem das schnellste und leistungsstärkste Notebook der Welt hergestellt, was 8.000 € kostet, sich also nicht unbedingt jeder Gamer leisten kann. Dafür ist es natürlich nur mit den Besten Teilen ausgestatt, darunter 12 GB Ram, 3,3 GHz Prozessorgeschwindigkeit und doppel GeForce Grafikkartenverband und andere Highlights. Das Ding hat also schon einiges zu bieten. Das ist für die besser betuchten also eine mögliche Alternative zu den richtigen Highend Desktop PC’s. Darüber hinaus bin ich noch für Acer hier und für die deutsche Case-Mod Meisterschaft, ich tanze also quasi auf drei Hochzeiten.
readmore.de: Klingt stressig…Belala: Ja das ist es auch definitiv. Also am ersten Tag ist es noch recht entspannt gewesen. Heute merkt man es schon deutlicher, dass die Gänge dichter werden und man nicht mehr so leicht durchkommt und dann natürlich auch das ein oder andere Problem hat, die Zeiten einzuhalten denn die Shows sind knapp geplant und liegen dicht hintereinander.
readmore.de: Für uns natürlich wichtig, deine Verbindung zum eSports. Wie jeder weiß, hast du mal für Turtle Entertainment gearbeitet. Wie ist das für dich, jetzt hier auf der Messe zu sein und das Ganze mal von außen zu betrachten?
Belala: Also ich muss sagen hier auf den Extreme Masters wird ja auch Quake Live gespielt, was ich damals auch angetestet habe, auch noch zu Quake 3 Zeiten. Ich muss aber sagen, dass ich mich deutlich mehr für StarCraft II interessiere und es mir die Blizzard Spiele einfach angetan haben. Ich hab spaßeshalber ja auch an den EPS Qualifikationen teilgenommen, mit entsprechend schlechter Platzierung.
Es ist aber natürlich schon ein gemischtes Gefühl, wenn man da zuschaut. Auf der einen Seite hat man das Ganze vor circa 12 Monaten, oder auch auf der Cebit vor erst sechs Monaten, selbst mitgemacht und moderiert und jetzt sitzt man halt hier auf der anderen Seite. Es ist zum einen natürlich schön zu sehen, wie sich das Ganze entwickelt aber auf der anderen Seite ist da auch ein Stück Wehmut mit drin und man denkt „Mensch, eigentlich war das ja ne echt tolle Zeit“ und man möchte sie auch nicht missen. Also hätte auch gerne so weitergehen können.
readmore.de: Jetzt hab ich dich ja gerade aus dem ENC Bereich rausgeholt. Dir ist also bekannt, dass die ESL auch auf zwei Hochzeiten tanzt bzw. sogar zwei Hochzeiten veranstaltet. Was sagst du dazu, dass die eine Veranstaltung in Halle 9, die andere in Halle 7 und damit ein ganzes Stück von der anderen entfernt ist?
Belala: Ich denke für den eSports ist es gar nicht mal so schlecht, dass sich das Ganze auf verschiedene Hallen aufteilt, da es ja auch in anderen Hallen noch sogenannte „eSports-Areale“ gibt, wo man spielen und sich mit anderen in kleineren Turnieren vergleichen kann. Für den ENC selbst finde ich es etwas schade. Letztes Jahr hatte er mit der Plattform und der Bühne der Extreme Masters eine super Präsentationsplattform und konnte sich auch dementsprechend dort hochwertig präsentieren. Jetzt ist das Ganze ja etwas kleiner geworden. Man darf nicht vergessen, das ist ja sozusagen schon die Europameisterschaft und da möchte man eigentlich einen dementsprechenden Rahmen für haben und geboten bekommen. Aber für den eSport grundsätzlich ist es schon ganz gut, denn immerhin hat man auch zwei verschiedene Bereiche und kann sich so zweifach präsentieren.
readmore.de: Wie viel Mitleid hast du eigentlich mit deinem ehemaligen Kollegen Dennis Gehlen, der ja neben seinem Job jetzt auch noch deinen mit übernommen hat und hier die Bühnenmoderation macht.
Belala: Haha, also ich muss echt sagen, dass ich ihn dafür bewundere, außerdem streamt er ja jetzt auch noch von Zuhause und castet von da, er hat also noch eine Belastung mehr. Also das ist jetzt insgesamt ein Job, den ich so freiwillig nicht mehr machen wollen würde, weil auf der einen Seite weiß ich, was für eine immense Vorbereitung für ein Event wie die Intel Extreme Masters nötig ist. Da kommen dann auf den letzten Drücker noch verschiedene Leute mit diversen Anliegen, Produktneuheiten die du vorstellen und dafür auswendig können musst und anderen Sachen zu dir. Nebenbei musst du aber natürlich noch die Elite im Blick haben in deinem Bereich, also im Falle von Dennis WarCraft 3 bzw jetzt. StarCarft II. Respekt an ihn an dieser Stelle, er macht da nen hammermäßigen Job.
readmore.de: Wie ist das für dich, hier zu den ESL Ständen zu kommen? Hält man da schon das ein odere andere Schwätzchen mit den alten Kollegen von der ESL?
Belala: Ja klar auf jeden Fall. Gestern hatte ich zum Beispiel nur zwei Shows und dementsprechend viel Freizeit. Die habe ich dann hauptsächlich in der Intel Extreme Masters Halle verbracht und mich mit den Leuten dort unterhalten. Das geht los beim Geschäftsführer über die Techniker bis hin zur Maskenbildnerin. Je nachdem wie man sich früher in der Firma verstanden hat ist der Plausch dann etwas länger oder etwas kürzer. Man hat aber im Grunde schon jedem Mal „Hallo“ gesagt. Außerdem hoffe ich, dass ich die Chance habe dann am Samstag auf der Playersparty noch das eine oder andere Gespräch zu führen und mit den Leuten etwas zu trinken.
readmore.de: Das heißt man wird dich am Samstag auch definitiv auf der Party sehen?
Belala: Ich bin noch nicht ganz sicher. Ich muss zum einen schauen wie ich Zeit habe und zum anderen natürlich, wie Platt ich bin. Am Sonntag wird es nämlich nochmal richtig hart, wenn die ganzen Firmen ihre großen Shows, Siegerehrungen und Verlosungen machen wollen, da muss ich natürlich fit sein. Demzufolge werde ich, wenn ich am Samstag auf die Party gehe, auch nicht zu lange bleiben, aber versuchen werde ich es auf jeden Fall, klar.
readmore.de: Du warst circa anderthalb Jahre bei TE und bist es nun seit vier Monaten nicht mehr. Kannst du ein erstes Fazit ziehen? Gibt es etwas, was du bereust, in welcher Hinsicht auch immer?
Belala: Nein also bereuen tue ich auf keinen Fall etwas. Im Gegenteil, es waren anderthalb Jahre, die für mich echt gut waren und wo ich viel gelernt habe. Es waren neue Erfahrungen für mich, auch wenn ich vorher schon 6 oder 7 Jahre auf Veranstaltungen und Messen gearbeitet habe; aber halt nicht vor der Kamera. Demzufolge war das für mich also eine Weiterentwicklung, die ich auf keinen Fall bereue oder missen möchte. Im Gegenteil, das hätte auch gerne noch so weitergehen können aber ich versuche halt einfach für mich persönlich weiter zu entwickeln und da war es für mich der logischste Schritt, vom Gaming weg zu den klassischen Medien zu gehen und da hat ESL TV halt einfach seine Grenzen weil sie nunmal ihren Fokus auf dem Gaming haben. Es hatte also nichts mit TE oder den Leuten dort zu tun, dass ich gegangen bin, sondern war eine rein private Entscheidung. Und wer weiß, wenn der eSports so wie wir alle hoffen in 10 Jahren richtig groß sein sollte, vielleicht bin auch ich dann wieder mit dabei.
readmore.de: Du erwähntest, dass du StarCraft II interesiert bist. Das heißt, du hast dem eSports nicht komplett den Rücken gekehrt sondern spielst auch Zuhause und verfolgst die Szene?
Belala: Nein auf keinen Fall. Ich komme leider, muss ich sagen, nicht in dem Umfang zum spielen, wie ich es gerne würde. Ich habe noch nicht mal die Kampagne von StarCraft II durchgespielt, allerdings will ich das auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad machen und das bremst einen natürlich etwas. Aber die Arbeit nimmt die meiste Zeit ein. Da ist man auch in den meisten Fällen an beiden Wochenendtagen auf Arbeit in der Redaktion oder hat einen Dreh oder ähnliches.
Auf keinen Fall bin ich weg vom eSports. Ich schaue täglich auf den einschlägigen Szeneseiten wie readmore.de oder fragster vorbei und auch bei großen Veranstaltungen schaue ich noch teilweise zu, wenn es die Zeit erlaubt. Ich muss auch gestehen, dass ich mich besonders auf Diablo 3 freue und das nachher wohl auch mal anspielen werde, wirklich weg vom eSports und Gaming bin ich also definitiv nicht.
readmore.de: Dann danke für deine Zeit und noch viel Spaß auf der Messe und Erfolg bei der Arbeit.
Belala: Vielen Dank.
