Das FIFA Turnier der diesjährigen Ausgabe der ASUS ENC Finals war alles andere als langweilig. Denn auch wenn man kein einziges Spiel vom heimischen PC aus verfolgen konnte, sorgten die beteiligten Akteure doch für viel Unterhaltung. Alles begann mit einer unerwarteten Niederlage der deutschen Mannschaft und einem anschließenden Protestes wegen Zeitspiels.
Eigentlich war die FIFA Partie zwischen Deutschland und Bulgarien, welche Bulgarien mit 7:5 knapp gewann, bereits am Freitag um 15:27 Uhr abgeschlossen. Da wurde das Ergebnis auf der ESL-Seite eingetragen. Doch seither lässt die Partie die Beteiligten einfach nicht in Ruhe.
Unmittelbar nach Abpfiff beklagten sich die deutschen Spieler bei den Admins über das angebliche Zeitspiel ihrer Konkurrenten, genauer von Georgi ‚Crazy_kon‘ Dimitrov im Spiel gegen Dennis ’styla‘ Schellhase. Durch das Verschleppen des Tempos hatte er seinen Gegenspieler um die Möglichkeit gebracht, noch einmal nennenswert einzugreifen. Da es jedoch keine klare Definition für Zeitspiel gibt, wurde der Protest des deutschen Teams abgelehnt, Bulgarien stand als Sieger fest.
Von der Entscheidung der Admins schwer enttäuscht verweigerte Jannik ‚Era‘ Huber seinen Gegnern nach dem Spiel demonstrativ den Handschlag und brachte damit Runde 3 des Duells in Gang. Der Bulgare Yordan ‚PeacheZ‘ Rahnev stellte auf YouTube ein Video online, bei dem er eine Autogrammkarte Eras nahm, dort auf den Mund des deutsche FIFA-Spielers zeigte, um sich die Karte dann in die Hose zu schieben und fleißig umher zu wackeln. Sogar eine Drohung in Richtung Era konnte er sich nicht verkneifen.
Während sich Era und PeacheZ – auch über diverse Szeneseiten – weiter nett austauschten, versuchte styla einen anderen Ansatz. In seinen Augen war mindestens einer der Konkurrenten gar nicht spielberechtigt, da alle für den selben Clan spielten. Also kontaktierte er das Management der LowLandLions, um die Ablösesumme für Georgi ‚Crazy_kon‘ Dimitrov in Erfahrung zu bringen, der auf der Clanhomepage noch im FIFA-Aufgebot geführte wurde.
Aufgrund dieser Annahme legte das deutsche Team dann auch umgehend den nächsten Protest ein. Das Management der LowLandLions beteuerte jedoch, dass der Spieler Crazy_kon schon seit Jahresbeginn keinen laufenden Vertrag mehr habe und er in den letzten Monaten völlig inaktiv gewesen wäre. Man bestätigte readmore.de gegenüber jedoch, dass man plane, Crazy_kon im Anschluss an den ASUS ENC wieder zu verpflichten, was allerdings nicht gegen die Statuten der ESL verstoßen würde.
Damit ist das Thema nun erst einmal aus der Welt geschafft und Bulgarien der diesjährige Europameister. Deutschland steht somit ohne jeden Titel da und kann sich eigentlich glücklich schätzen, dass seine Nationalteams am vergangenen Wochenende nicht die übliche Aufmerksamkeit der Fans bekamen.