In einem Interview auf Fragster spricht der Vice President Gaming Communites der Electronic Sports League, David ‚affentod‘ Hiltscher, über die Entwicklung von ESL Wire Anti-Cheat und den Entwicklungsflop von Aequitas 2. Laut seiner Aussage kostete die Entwicklung der neuen Anti-Cheat Software einen mittleren sechsstelligen Betrag.
Ende August kündigte die Electronic Sports League an, die Entwicklungsarbeiten an ihrem Anti-Cheat Tool Aequitas 2 einzustellen. Im Zuge dieser Nachricht präsentierte man auch direkt ein Nachfolgeprojekt. Die neue Software ESL Wire Anti Cheat soll die veraltete Version des ersten Aequitas ablösen. Im Interview mit Fragster.de stellt sich David ‚affentod‘ Hiltscher nun den Fragen der Community.
Der Vice President Gaming Communities betont in dem Interview, dass Aequitas 2 nicht der große Schritt gewesen wäre, um gegen die Cheater vorzugehen. Den Funktionären sei klar gewesen, dass Aequitas 2 aufgrund seiner Software-Architektur keine langfristige Lösung sein konnte. Ende 2009 wollte man den ursprünglichen Plan nur noch als Lückenfüller bis zur besseren Lösung weiter verfolgen.
Hiltscher begründet auch die Verzögerungen, welche im Verlauf der Aequitas 2 Entwicklung immer wieder auftraten. Demnach habe es Performance- sowie Stabilitätsprobleme gegeben. Die endgültige Entscheidung zur Einstellung des Projektes sei gefallen, als sich die Veröffentlichungstermine der beiden Anti-Cheat Tools annäherten.
Affentod gibt außerdem zu, dass sich die Entwicklung des ursprünglich geplanten Aequitas 2 sehr stark in die Länge zog. Die Idee für eine Lösung wie ESL Wire Anti-Cheat kam schließlich aus der Anti-Viren Branche. Dort engagierte man dann auch die Entwickler.
In dem Interview werden außerdem noch die entstehenden Kosten aufgezählt. Die Entwicklungskosten liegen ‚mit allen Gehältern, Software-Lizenzen, Servern und sonstigen Kosten in einem mittleren sechsstelligen Betrag‘. Hiltscher räumt auch mit der Behauptung auf, die Liga verdiene mit Cheatern Geld. Das genaue Gegenteil sei der Fall: ‚Cheater richten wirtschaftlichen Schaden an und machen das Image der Liga kaputt.‘
