Das Finale war im Endergebnis deutlich, doch es hatte Einiges zu bieten: k1llsen gewann 2:0 nach Maps gegen calipt, obwohl er sowohl auf hektik, als auch auf quaketourney7 am Anfang einem Rückstand hinterherlief. readmore.de sprach mit k1llsen nach seinem Sieg über die Zukunft von Quake Live im Allgemeinen und vor allem in Deutschland.
Am Anfang glich es schon fast einer Sensation. calipt lag mit 9:2 gegen den Vorjahressieger k1llsen in Führung und es sah alles danach aus, als würde er die erste Map für sich entscheiden. Doch k1llsen lieferte eine starke Partie ab und schaffte es, seine Bemühungen in Frags umzumünzen. Es schien so, als müsste er sich, bei den frostigen Temperaturen draußen, erst einmal aufwärmen – um im entscheidenden Moment aufzutauen und die Partie denkbar knapp mit 10:9 für sich zu entscheiden.
Doch das Finale startete mit einer großen Verzögerung. Schon vergangene Woche musste auf der Dreamhack das Beat It! Turnier beim ersten Versuch abgesagt und beim zweiten Versuch dann unterbrochen werden, weil id es nicht schaffte, die Server online zu halten; auch heute verlief der Start ins Turnier nicht reibungslos. So könne k1llsen auch nachvollziehen, dass es keine weitere EPS-Saison in Quake Live geben wird, denn „mit id hat man wirklich viele Probleme und ehrlich gesagt war es jetzt ziemlich beschissen. Und das ist ein großes Problem“.Die Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass Quake Live nur Online-Support bietet und man so, selbst wenn man ein LAN-Spiel austragen möchte, sich mit den Servern von id verbinden muss. Und „sobald [dann] die Seite nicht verfügbar ist, stehen die Turniere auch vor großen Problemen“.
Doch trotz des Verzichts der ESL auf Quake und der ständigen Probleme seitens id, glaubt k1llsen, dass Quake Live „auf jedenfall eine Zukunft“ hat. „id muss nur langsam mal in die Puschen kommen und ihre Aufgaben richtig erfüllen“. So könne es nicht sein, dass ein „Serverjoin-Bug, bei dem man nicht mehr auf normalem Wege mehr auf Server connecten konnte“, mehr als zwei Wochen bestehe. Laut k1llsen „muss id dort unbedingt schneller werden.“
Auch für die Zukunft in Deutschland sehe er nicht schwarz. Der hobbymäßigen Pro Series stehe er positiv gegenüber. Auch, wenn er „selbst nicht direkt daran teilnehmen“ werde, so könne er sich vorstellen, dass diese Liga dazu beitragen könne, dass „das Niveau der deutschen Szene sich weiter entwickeln kann“.
k1llsen hat mit seinem Sieg nun einen guten Abschluss für sein Spielerjahr geschaffen. Ausklingen lassen wird er das Jahr 2010 auf der NorthCon, auf der er einige Shootouts bestreiten wird. Der Kalender des nächsten Jahres ist aber jetzt schon prall gefüllt mit Quake Live – auf internationaler Ebene. Dann stehen einerseits die Dreamhack-Turniere an und zum anderen die Intel Extreme Masters. Und die zu gewinnen, das wäre sein „größter Traum“, wie er auf der Bühne bekannte.
