Mit Beginn des neuen Jahres startet bald der „reguläre“ Spielbetrieb der GOMTV Starleague: Die drei Turniere im Jahr 2010 fungierten dabei als eine Art Qualifier für die Codes. Nachdem readmore.de erst gestern noch einmal die Grundzüge dieses Systems rekapitulierte, hat GOM heute einige sehr interessante Neuerungen bekanntgegeben.
Wie heute auf der koreanischen Seite von GOMtv und in englischer Übersetzung auf TeamLiquid zu lesen ist, wurden was den Code A betrifft noch einige Veränderungen vorgenommen.
Zuersteinmal wurde die Größe von Code-A halbiert, so dass sich jetzt nur noch 32 Spieler darin befinden werden. Aus Foreigner-Sicht wird dies mit einer interessanten Ergänzung aufgewogen: Vier Slots in Code-A sind für nichtkoreanische Spieler reserviert, die international eine sehr gute Performance gezeigt haben. Offenbar ist es somit also möglich, sich, ohne vorher nach Korea gegangen zu sein, direkt für Code-A zu qualifizieren.
Weiterhin sind Veränderungen bei dem System vorgenommen worden, in dem die Spielerwechsel zwischen Code-A und Code-S bestimmt werden. Die Code-S Turniere starten mit zwei Gruppenphasen, bevor sie in die Single Elimination Play-Offs gehen. In beiden Phasen bestehen die Gruppen jeweils aus vier Leuten. Wer in der zweiten Phase ausscheidet, verleibt in Code-S. Wer allerdings schon in der ersten Phase ausgeschieden ist, muss gegen den Abstieg kämpfen.
Insgesamt 16 Spieler aus Code-S – die Hälfte – geht demnach in die Relegation. Höchstens acht Spieler werden aber am Ende auch absteigen, denn aufgestockt wird das Feld der Relegationsteilnehmer nicht mit 16, sondern nur mit acht Spielern aus Code-A. Die zwei besten Code-A-Spieler dürfen sich dabei ihren Gegner frei aussuchen. Der Rest der Paarungen wird zufällig bestimmt, jedoch spielt dabei immer zuerst ein in seiner Gruppe drittplatzierter Code-S-Spieler gegen einen Code-A-Spieler und dann der Verlierer gegen einen in seiner Gruppe viertplatzierten Code-S-Spieler. Der Verlierer dieser zweiten Partie steigt in den Code-A ab. Offensichtlich ist es somit theoretisch möglich, dass in einer Saison kein Austausch von Spielern zwischen den beiden Codes stattfindet.
Zu guter Letzt ist das System, in welchem von außen neue Spieler in Code-A einsteigen Veränderungen unterworfen worden: Acht Spieler haben wie ausgeführt die Chance auf einen Aufstieg in Code-S. Die dann folgenden acht Platzierungen verbleiben schlicht in Code-A. Die unteren 16 müssen auf Offline-Preliminaries gegen den Abstieg spielen. Aus diesen Prelims ergeben sich aber nur 12 Spieler, die es in den Code-A schaffen. Die dann verbleibenden vier Plätze werden wie oben angesprochen mit Top-Foreignern ausgefüllt. Sollten sie sich also als gut genug erweisen, könnten nach diesem System sehr schnell eine nicht unbeachtliche Menge Foreigner wenigstens in Code-A spielen.