In einem Interview mit Gamasutra.com stellt sich der Geschäftsführer von S2Games, Marc DeForest, einigen interessanten Fragen. So wird in den kommenden Wochen ein Patch, welcher Änderungen am Shop mit sich bringt, erscheinen. Sollte der Shop die Durchschnittseinnahmen der User abdecken, wird HoN in Zukunft kostenlos verfügbar sein.
Das Spiel Heroes of Newerth von S2Games entstand aus der Idee, ein Spiel zu entwickeln, welches nicht auf der WarCraft III-Engine basiert und somit ein eigenes, unabhängiges Spiel ist. Doch diese Idee hatte nicht nur S2Games, denn mit Riots League of Legends hat HoN starke Konkurrenz. LoL ist, im Gegensatz zu den 30 US-Dollar, welche für HoN aufgebracht werden müssen, kostenlos.
Seit einem Jahr ist Heroes of Newerth nun auf dem Markt. Die Bilanz lautet 420.000 aktive Spieler, wovon im Durchschnitt 30.000 Spieler gleichzeitig auf den Servern spielen. Zu den täglichen Spitzenzeiten spielen sogar 50.000 Spieler gleichzeitig.
„40% der Spieler loggen sich sogar täglich ein, das ist fantastisch und zeigt die Hingabe der Spieler“, so Marc DeForest, CEO von S2Games, gegenüber Gamasutra.
Die Firma hinter Heroes of Newerth, S2Games, weist zurzeit 52 feste Mitarbeiter auf. Somit hat S2Games innerhalb von einem Jahr sein Personal verdoppelt. Trotzdem sieht S2Games sich immer noch als kleine Firma mit Familienflair. Dadurch, dass der Großteil des Personals sogar inzwischen in dem Hauptquartier in Michigan arbeitet, kann das Team noch besser kommunizieren und zusammenarbeiten, was im Endeffekt dem Spieler zu Gute kommt.
Trotz all dieser Fakten wird HoN langsam der Rang abgelaufen. „Dadurch, dass unser größter Konkurrent Riot ihr Spiel kostenlos zur Verfügung stellt, wird die Entwicklung von HoN behindert“, so DeForest weiter. Trotzdem gibt sich der Geschäftsführer nicht betrübt. Man habe sich prächtig entwickelt, trotz des Bezahlmodels von HoN.
„Wir haben einige Sachen bezüglich des Shops in der Pipeline und wollen dies in Form eines Patches innerhalb der nächsten 45 Tage veröffentlichen. Wir möchten schauen ob es eine Möglichkeit gibt, durch den Shop die Durchschnittseinnahmen eines Users zu erlangen, um somit an einem anderen Geschäftsmodell zu arbeiten“, verrät DeForest. Desweiteren lässt er verlauten, dass es nicht abwegig ist auf ein free-to-play Modell zu wechseln, denn in Asien läuft derzeit auch noch die kostenlose Beta von HoN.
Laut DeForest ist es jedoch trotzdem hilfreich einen Konkurrenten wie League of Legends zu haben, um das eigene Spiel voranzutreiben. „Die meiste Anerkennung gilt jedoch nicht LoL sondern DotA. Jedoch war DotA kein eigenständiges Spiel, sondern nur eine WarCraft III-Map“, so DeForest weiter.