Counter-Strike Spielstunden im dreistelligen Bereich und zwei Wochen Dauertraining – das aktuelle Team von mousesports hat in den letzten Wochen keine Kosten und Mühen gescheut. Anlass genug, um mit Fatih ‚gob b‘ Dayik über die Vorbereitungen für die e-Stars Seoul 2011 zu sprechen.
readmore.de: Hallo Fatih. Du warst vor kurzem in Las Vegas zur WSOP. Konntest du das Turnier erfolgreich bestreiten und einen Gewinn erspielen?
Fatih ‚gob b‘ Dayik: Dazu will ich nicht zu viel sagen.
Hast du mit Bodo ‚Bodo‘ Sbrzesny auch etwas über Counter-Strike gesprochen? Verfolgt er die Szene noch?
Wir haben eigentlich nur über Poker und anderen Sachen gesprochen, aber ich weiß, dass er die Szene kaum noch verfolgt.
Nachdem du Anfang August wieder in Deutschland angekommen warst, habt ihr nur einen Tag später direkt mit dem Training für die anstehenden e-Stars begonnen. Ninja ließ verlauten, dass karrigan über 130 CS-Stunden auf seinem Steam Account zusammen gesammelt hat und der Rest auch am dreistelligen Bereich kratzt. Überspielt ihr euch damit nicht? Ist das noch effektives Training, oder driftet es bereits ab und es wird zunehmend schwieriger Fortschritte zu erzielen?
Wir haben echt alle sehr viele CS-Stunden. Das kommt daher, dass wir in nur zwei Wochen sieben Maps spielen und dementsprechend viel besprechen müssen. Da wir so viel besprechen und neue Sachen entwickeln, müssen wir auch viele Sachen testen, das heißt, viele Sachen testen und das wiederum viele Stunden auf dem Server. (lacht)
Gegen welche Teams habt ihr bisher trainiert und wie verliefen die Spiele?
Wir haben meistens mit mTw, Lions, Na’Vi, Frag eXecutors, fnatic und DTS trainiert. Insgesamt verliefen die Trainingseinheiten und -Spiele alle sehr positiv.
Wie man hört, ist es immer noch schwierig, Trainingspartner für die beiden neuen Maps zu finden. Kannst du das bestätigen und woran liegt das deiner Meinung nach?Eigentlich haben wir, da wir gegen die Topteams trainiert haben, immer die beiden neuen Maps spielen können. Wir haben uns aber die beiden neuen Maps auch sehr genau angeschaut und viele Sachen getestet. Sie scheinen zu klappen, aber mal schauen wie es aussieht, wenn es darauf ankommt. (lacht)
Ohne zu viel zu verraten: Wie beschreibst du euren aktuellen Spielstil? Werdet ihr eher euer eigenes Spiel machen, oder euch mehr auf Anti-Taktiken verlassen?
Unser Spielstil nach zwei Wochen ist, wie immer bei meinen Teams, sehr kontrolliert, aber wir haben viele neue Sachen gemacht und versuchen es so gut zu mixen, wie es geht. Wir spielen eher unser Spiel, aber wir sind natürlich auf den Gegner immer gut vorbereitet.
Wird man eventuell gar ein neues evolutionäres Element, wie zum Beispiel deine berühmte goldene Flash, in eurem Spiel sehen, was es vorher noch nicht in Counter-Strike zu sehen gab?
Ich glaube man wird kein evolutionäres Element sehen, aber wir haben uns wirklich viele neue Sachen ausgedacht. Ich hoffe sie klappen, wie in den Trainingsstunden und in den Trainingsspielen.
Du bist nun seit langer Zeit nicht mehr international mit einem schlagkräftigen Team aufgetreten. Hat sich Counter-Strike in der Zeit verändert? Ist dein Stil noch effektiv? Haben andere Teams vielleicht dazugelernt und machen es dir zunehmend schwerer, richtig anzusagen?Die meisten Teams spielen ähnlich, wie vor einem Jahr, aber es gibt Teams wie Na’Vi oder mTw, gegen die es immer noch sehr schwer ist anzusagen. Ob mein Spielstil noch effektiv ist, wird man sehen. Leider bin ich nach sechs Wochen ohne Counter-Strike noch lange nicht bei meinen 100 Prozent, aber ich hoffe ich kann mich auf dem Turnier steigern.
Werdet ihr nach den e-Stars noch ein wenig in Seoul verweilen, oder reist ihr direkt im Anschluss wieder ab? Was sieht der Zeitplan für euch nach Südkorea vor?
Wir kommen Donnerstag Mittag an und fliegen am Montag Abend zurück. Ich hoffe wir haben ein wenig Zeit uns die Stadt genauer anzuschauen.
Vielen Dank für das Gespräch.

