Am vergangenen Samstag wurde ein schwedischer eSport-Verband gegründet. Auf den Namen „Swedish eSport Association“ hörend verschreibt man sich dort dem Ziel, den eSport in Schweden zu fördern und ihm zu mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Gesellschaft sowie einem höheren Maß an Professionalität zu verhelfen.
Zur Verwirklichung dieser Ziele wird jedes Mitglied dazu verpflichtet sein, einen noch nicht genauer bestimmten monatlichen Geldbetrag zu entrichten. Auch plant die SEA nach eigenen Aussagen eine Liga, welche nur für Verbandsmitglieder zugänglich sein wird und sowohl offline als auch online Partien beinhalten soll. Mit 50.000 SEK (5.350 Euro) soll die Liga bereits in der ersten Saison ein für schwedisches Verhältnisse stattliches Preisgeld ausschütten und den Namen Swedish National League (SNL) tragen. Des Weiteren wird der Verband nach eigenen Aussagen, ähnlich der ESL, jedem Mitglied eine Spielerkarte sowie eine Spielerlizenz zur Verfügung stellen. Davon erhofft sich der Verband unter anderem einen Schlag gegen das Cheaten innerhalb des Ligabetriebes.
Von der Rechtsform her handelt es sich bei der SEA um das schwedische Gegenstück zur deutschen GmbH. Wie das zum Gründen einer solchen Gesellschaft nötige Stammkapital von mehreren Tausend Euro zusammen gekommen ist, wird von der SEA auf ihrer Homepage nicht erwähnt. Das Erfolgspotential des Verbandes kann derzeit kaum eingeschätzt werden, da die Homepage bisher nur spärliche Informationen bietet und noch keinerlei Partner bekannt gegeben wurden.
Hauptverantwortlich für das Projekt ist Daniel „dREk“ Abdiu. Der 24 Jahre alte Schwede ist in der Szene als Admin des World Tour Stops in Schweden empfiehlt und sich darüber hinaus durch einige Painkiller-Interviews einen Namen gemacht hat. Abdius offizieller Titel lautet: „President for Swedish E-Sport Association“.