Auf offene Kritik stößt der Plan der ESWC-Organisatoren, beim Finalturnier in Paris für Länder ohne Qualifier eine Startgebühr in Höhe von 1.000 US-Dollar zu erheben. Sechs Spitzenteams, darunter auch mousesports, erwägen offenbar einen Boykott des Turniers.
Nicht einmal um die Hälfte des Vorjahres-Preisgeld wird auf dem ESWC 2011 gespielt. Konnte sich allein Natus Vincere mit dem Final-Triumph über SK Gaming 2010 noch über 36.000 US-Dollar Preisgeld freuen, werden in diesem Jahr insgesamt nur noch 33.000 Dollar vergeben. Dies bedeutet eine Kürzung von über 55 Prozent.
Bereits über diese Entscheidung regte sich Kritik bei den betroffenen Teams. Der nun vorgestellte Plan, die Preisgelder durch das Erheben einer Teilnahmegebühr für Länder ohne lizensierten Qualifier mitzufinanzieren, sorgt jedoch für offenen Widerstand auf Seiten der Clans. Wie hltv.org berichtet, fordert der ESWC eine Startgebühr von 1.000 US-Dollar von Teilnehmern der freien Registrierung, um am Grand Final in Paris teilnehmen zu können.
Sollten die Organisatoren den Plan aufrechterhalten, will eine Kooperation aus sechs Spitzenteams das Turnier boykottieren. Neben den deutschen Organisationen mousesports, SK und mTw zeigen auch Na’Vi, EG und fnatic keine Bereitschaft, die Teilnahmegebühr zu zahlen beziehungsweise das Vorgehen zu akzeptieren. mTw-Chef Lars Eiben bezeichnete diese Drohung als „Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“ für die Clans.
Da die Clans nicht nur teilweise die Antrittskosten zahlen müssen, sondern auch noch auf den Anreise- und Hotelkosten sitzen bleiben, droht hohes wirtschaftliches Risiko durch eine Teilnahme. In ein anderes Horn stößt Alexander Kokhanovskiy (Na’Vi), in dessen Augen das Buy-In-Prinzip dem Grundsatz eines Grand Finals widerspricht. Statt spielerischer Erfolge auf dem National Qualifier zähle nur noch die Möglichkeit, sich einen Startplatz zu kaufen.