Der ESWC rudert zurück: Wie die Organisatoren heute bekannt gaben, streicht man die geplante Teilnahmegebühr von 200 US-Dollar pro Spieler. Grund für diese Entscheidung könnte sein, dass mindestens sechs Counter-Strike 1.6-Topteams mit einem Boykott des Turniers gedroht hatten.
Teams und Spieler aus Ländern, die keinen eigenen nationalen ESWC-Qualifier abhalten (dazu gehört auch Deutschland), müssen sich direkt beim ESWC um eine Teilnahme bewerben. Wer angenommen wurde, musste dann allerdings 200 US-Dollar Startgebühr pro Spieler zahlen. Bei 5on5-Titeln wie zum Beispiel CS wären so schnell 1.000 US-Dollar pro Team zusammen gekommen allein für die bloße Erlaubnis einer Turnierteilnahme.
Diese Startgebühr brachte das Fass für einige CS-Topteams zum Überlaufen: mousesports, mTw, SK Gaming, Na’Vi, fnatic und Team EG drohten deshalb mit einem Boykott des Turniers. Mit Erfolg wie es scheint. So zogen die ESWC-Veranstalter heute die Startgebühr-Regelung zurück. Wer die $200 bereits bezahlt hatte, bekommt das Geld zurückerstattet. Allerdings gilt das Angebot vorerst nur für Teams und Spieler, die sich bis Ende September bewerben.
+ Jean-Marie Coutant, Präsident des ESWC Organisationskomittees:
To this end, I have decided to cancel the registration fees of the open registration process for players and teams, that lasts until the end of September.
Today we acknowledge that we have quickly assessed the ability of players, teams and their sponsors to support the required fees to participate to such major world-class tournament.
Organising an event such as the ESWC is very costly. The production costs are still, today, an investment for the upcoming years, as we believe in the future of on-line games and video game competitions. We will now focus our efforts on attracting new partners to the project and we are counting on your support to succeed.“
Der ESWC 2011 findet vom 21. bis 25. Oktober auf der Paris Games Week statt. Nächste Woche veranstaltet außerdem die ESL ein eigenes Qualifikationsturnier für das Event. Die Startgebühr wurde bereits vor einigen Tagen kritisch in einer Kolumne von Ulrich ‚FlyingDJ‘ Schulze betrachtet.