Der Fraktionsbeschluss der Grünen bezüglich der Killerspiele-Debatte erhält die Unterstützung des „Verbands der Internetcafés Deutschland e.V.“ (VICD). Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, in welcher der Verband die sachliche Auseinandersetzung mit der „Killerspiele“-Thematik lobt.
So kritisiert der Verband öffentlich die „emotionale und großteils populistische“ Gesprächsebene innerhalb der Politik über dieses Thema, die nun im Konzept der Grünen verlassen wurde. So sei vor allem die Gleichsetzung von Gewaltspielen und Gewalthandlungen nicht mehr Bestandteil der Debatte. Vielmehr schließt sich der VICD den Vorstellungen der Grünen an, dass „das Verbot und die gänzliche Ächtung bzw. Zensur solcher Medien“ nicht die Lösung sein kann, sondern die Vermittlung von Medienkompetenz. Wie bereits kritisiert, taucht aber auch hier keine nähere Erläuterung bezüglich der Bedeutung des Begriffes Medienkompetenz auf.
Ebenfalls Übereinstimmung sieht der Verband in der Meinung zum deutschen Jugendschutz, der als der restriktivste innerhalb der EU gilt. Hier sei eine länderübergreifende Lösung erstrebenswert.
Ganz ohne Gefahren sieht man dabei die Computerspiele jedoch nicht. Besonders „isolierte Spiele“ können eine negative, Gewaltbereitschaft fördernde Wirkung haben, gerade in Verbindung mit „sozialer Vernachlässigung“ oder „sozialer Isolation“. Was dabei unter die Kategorie der isolierten Spiele fällt, wird nicht näher ausgeführt.
Neben dem VICD kämpfen aktuell auch weitere Verbände in der Spielebranche, darunter auch der Deutsche eSport-Bund, um eine differenzierte Debatte in der Öffentlichkeit und Politik.