Santeri ‚Naama‘ Lahtinen ist einer der Teilnehmer der vierten Ausgabe des HomeStoryCups. Der ehemalige mousesports-Akteur aus Finnland, welcher als einer der größten Entertainer vor Ort gilt, ist auch für die zweite Gruppenphase qualifiziert, welche bereits ausgetragen wird. Mit readmore.de spricht er über Korea, Heart of the Swarm und seinen Aufenthalt in Deutschland.
readmore.de: Hi Santeri, wie war die Anreise nach Deutschland?
Santeri ‚Naama‘ Lahtinen: Hallo, mein Flug ging um 07:30 Uhr in Helsinki und ich hatte eine Zwischenlandung in Kopenhagen, wo ich drei Stunden auf meinen Anschluss warten musste. Das war natürlich ein bisschen blöd, aber ThorZaIN war auch dort, also war ich nicht ganz alleine.Du warst ja schon bei den letzten beiden HomeStoryCups dabei, was ist das Besondere hier für Dich und wie findest Du die Location?
Die Location ist sehr cool, ich mag den HomeStoryCup sehr. Es ist hier sehr familiär. Man kann mit den anderen Spielern chillen, ein paar Bier trinken, Spaß haben und Witze machen.
Du gehst bald nach Korea, was kannst du uns zu deinem anstehenden Aufenthalt sagen?
Ich gehe direkt nach dem HomeStoryCup für zwei Monate nach Korea um dort zu trainieren, und mich sehr zu verbessern. Weiterhin werde ich versuchen, mich für die GSL zu qualifizieren.
Du spielst jetzt seit einiger Zeit nicht mehr für Mousesports, bist du sehr enttäuscht darüber?
Ja, natürlich. Mousesports war sehr professionell und dort hat alles gepasst. Jedes Versprechen wurde eingehalten, die Reise- und Hotelbuchungen waren immer rechtzeitig erledigt. Hätte ich Virus Gaming nicht gejoint, wäre ich jetzt mit Sicherheit wesentlich besser. Ich denke, ich wäre motivierter und hätte mehr Spaß gehabt an StarCraft II. Virus Gaming war eine sehr schlechte Organisation, es gab dort sehr viele leere Versprechen, Gehälter und Reisebuchungen waren immer sehr spät, manchmal sogar zu spät. Dort habe ich mit Sicherheit auch viel Motivation verloren.
Was passierte mit Dir nach deinem Sieg der DreamHack Summer 2010?
Ich habe komplett meine Motivation verloren, ich habe nicht mehr trainiert. Man sah mich zwar noch auf manchen Turnieren, zum Beispiel in Kiev oder Kopenhagen, aber besonders vorbereitet war ich nicht. Aber die Zeit ist vorbei, ich habe meine Motivation wieder und trainiere wieder viel mehr. Speziell auf den HomeStoryCup habe ich lange hingearbeitet, um besser abzuschneiden als in den letzten Turnieren.
Du bist ja für die nächste Gruppenphase qualifiziert, was erhoffst Du Dir und wie stehen deine Chancen?
In StarCraft II ist alles möglich. Der Favorit in meiner Gruppe ist natürlich HerO. Ich denke, dass es zwischen mir, viOlet und Nerchio ziemlich ausgeglichen ist, es kann jeder von uns weiterkommen. Es kommt auf viele kleine Dinge an, wie die Spiele verlaufen und natürlich auch darauf, ob man ein bisschen Glück hat. Es ist wirklich schwer zu sagen, ob ich es in die Playoffs schaffe.
Du hattest hier bereits viel Spaß beim Streamen. Wird man in Zukunft öfters Streams von Dir sehen?
Ja, in Korea werde ich versuchen, jeden Tag zu streamen. Zu Hause in Finnland ist meine Internetleitung einfach zu schlecht, mein Upload reicht definitiv nicht aus zum Streamen. Ich könnte zwar mein Spiel online stellen aber es würde mir zu viele Probleme bereiten. Die Voraussetzungen in Korea sind einfach wesentlich besser.
Viele Zuschauer sagen, dass du einer der größten Entertainer hier bist. Wie stehst dazu?
Es ist ein gutes Gefühl (lacht), aber ich denke es gibt viele Spieler hier, die viel lustiger sind als ich. iNcontroL ist auch immer für einen Spaß gut.
Bald kommt Heart of the Swarm auf den Markt. Was denkst Du über diese Erweiterung?
Mir ist es recht egal, solange die Masse an Turnieren nicht abnimmt. Daher werde ich weiterspielen, egal ob es Heart of the Swarm oder Wings of Liberty ist. Allerdings freue ich mich nicht allzu sehr auf die Erweiterung. Die neuen Einheiten verwirren mich ein wenig.
Die letzten Worte gehören Dir.
Großen Dank an meine Fans und an mein Team eSahara, vor allem dafür, dass sie mir die Reise nach Korea ermöglicht haben. Ein weiterer großer Dank geht an die Organisatoren des HomeStoryCups und die Sponsoren.
