Fast zwei Wochen sind seit dem Finale der der sechsten Saison der Intel Extreme Masters im Rahmen der CeBIT vergangen. Das Fazit dazu fällt zum Großteil positiv aus, jedoch nicht perfekt. readmore.de mit einem kurzen Überblick über einige der positiven sowie negativen Aspekte des Events in Hannover.
Positiv
Fangen wir bei den positiven Punkten mit dem offensichtlichen an. Die Begegnungen boten trotz einiger Absagen ein hohes spielerisches Niveau und das wurde auch auf den zahlreichen Streams in zig verschiedenen Sprachen übertragen. Somit konnten die Zuschauer auch von Zuhause viele Spiele verfolgen, auch wenn sie parallel liefen. Nach der Gruppenphase gab es ohnehin keine parallelen Spiele mehr und die Zuschauer konnten jedes Spiel auf dem Stream ihrer Wahl genießen.
Neben den Streams im Internet wussten auch die Caster vor Ort zu überzeugen. Neben den etablierten Castern Kevin ‚RotterdaM‘ van der Kooi, Ben ‚MrBitter‘ Nichol und Shaun ‚Apollo‘ Clark, hatte mit James ‚Kaelaris‘ Carrol auch ein „Neuling“ seinen ersten Auftritt auf einem großen Event und machte seine Sache ordentlich. Zusätzlich gesellten sich hin und wieder auch Spieler zu den Castern und somit konnte man sich unter anderem die Kommentare von Gregory ‚IdrA‘ Fields und Manuel ‚Grubby‘ Schenkhuizen anhören.Als CeBIT-Besucher konnte man alle Spieler bei ihren Spielen zuschauen und je nach Sitzposition mehr oder weniger über die Schulter schauen. So konnte man unter anderem Jang ‚MC‘ Min Chul beobachten, wie er beispielsweise den gesamten Donnerstag trainierte, obwohl er am diesen Tag kein offizielles Match hatte oder Grubby, der seinen Schützling Jérémy ‚Feast‘ Vansnick auf das Spiel vorbereitete und massierte.
Negativ
Aus Sicht der Zuschauer vor Ort ist wohl als erstes der zu kleine Bereich zu nennen. Bereits an den ersten beiden Tagen zeigte sich die SC2-Side-Stage als zu klein und diese Situation verbesserte sich natürlich nicht an den folgenden Tagen, im Gegenteil. Bereits am Freitag deutete sich die Situation für den Samstag an, als die Organisatoren die vorläufige Schließung der Halle aufgrund von Überfüllung diskutierten. Letztendlich kam es aber am Freitag noch nicht dazu und die Zuschauer konnten weiterhin die Spiele verfolgen, wenn auch mit Stehplatz vor der Leinwand oder hinter den Spielern.Obwohl die Halle bereits ab Samstag 12:00 Uhr geschlossen werden musste, war die Stimmung auf der Hauptbühne nicht besonders gut. Dies ist einer der Nachteile von der Austragung der Finals auf einem Event wie der CeBIT. Die Zuschauer sind nicht unbedingt eSport-Begeisterte, die extra für das Event kommen und zahlen, sondern oftmals einfache Besucher, die sich das Spektakel gerne mal anschauen möchten. Was aber einerseits ein Nachteil bei der Stimmung ist, kann andererseits wieder als Vorteil gesehen werden. Auch eSport-fremde Zuschauer bemerken das enorme Interesse am elektronischen Sport und dieser Aspekt kann nur Vorteilhaft für die Entwicklung sein. Ein weiterer Nachteil, „geschuldet“ von der CeBIT, ist die enorme Lautstärke in der Halle.
Fazit
Als Schlussfolgerung bleibt zu sagen, dass die CeBIT zwar nicht der perfekte Ort für die Austragung ist, aber in vielen Bereichen die Arbeit der Organisatoren erleichtert. Sowohl eSport-kundige als auch -fremde erhalten durch die CeBIT eine gute Möglichkeit den eSport in Deutschland zu verfolgen und zu unterstützen. Anhand der großen Zuschauerzahlen, sowohl vor Ort, als auch auf den Streams, ist das große Interesse zu sehen und lässt in Zukunft auf mehr hoffen. Bereits in diesem Jahr versuchte die ESL schon mit dem steigenden Interesse umzugehen und entschloss sich dazu, drei Bühnen zu nutzen, statt nur der üblichen Main-Stage. Man darf gespannt abwarten, was die nächste Saison der Extreme Masters bringen wird.

