Um sich von den Konkurrenzligen abzuheben und die Spieler der westlichen Hemisphäre zu stärken, wird die nächste Saison der Intel Extreme Masters zwar mit StarCraft 2, aber dafür ohne Koreaner stattfinden. Das verriet Michal ‚Carmac‘ Blicharz am Rande der gestrigen ESL Pro Series Viertelfinalspiele.
Zu dem radikalen Schritt entschied man sich angesichts der Tatsache, dass bei Turnieren in den vergangenen Monaten durchweg Spieler aus Südkorea die vorderen Plätze belegten. Das sei nicht nur wegen der Sprachbarriere ein Problem, sondern schwäche auch die Position der Spieler aus Europa und Amerika, so Blicharz zur Begründung. Die Verdienstmöglichkeiten der Koreaner seien angesichts der GSL und der für dieses Jahr zu erwartenden weiteren Profiligen ohnehin gut genug.
In der siebten Saison der Intel Extreme Masters, die im Sommer starten soll, werden daher Spieler mit südkoreanischer Staatsangehörigkeit von der Teilnahme ausgeschlossen sein. Damit will man sich bewusst auch von konkurrierenden Ligen wie MLG und IPL abheben, die durch bilaterale Abkommen die Teilnahme koreanischer Spieler gefördert hatten.
Die anwesenden Spieler, die readmore.de um ein Statement bat, zeigten sich durchweg positiv gestimmt angesichts der höheren Chancen, vordere Plätze zu erreichen. Die kompletten Aussagen wurden im folgenden Video festgehalten.
Abzuwarten bleibt, wie sich dieser radikale Schritt auf die Zuschauerzahlen auswirken wird. In der Vergangenheit hatte bereits TeamLiquid mit seiner Starleague einen ähnlichen Schritt erfolgreich vollzogen, als es Spieler mit südkoreanischer IP von der Qualifikation ausschloss.