Vorgestern um 15 Uhr startete das erste Intel Studio Night Game der laufenden ESL Pro Series Spring 2012. Vor Ort waren nur Zuschauer zugelassen, die sich durch Gewinnspiele Karten sichern konnten. Redakteure von den bekannten Szeneseiten waren natürlich auch zugelassen. readmore.de fasst die gesammelten Eindrücke zusammen.
Die Skepsis vor dem Start
Ist das neue Studio wirklich so gelungen? Hat sich die Arbeit gelohnt? Wie wird wohl die Atmosphäre sein? Ist das Studio zu klein oder zu groß? War es nicht eher Zeitverschwendung? Solche Fragen haben sich wohl viele Leute gestellt, als die Intel Studio Night Games für diese EPS-Saison im neuen ESL TV-Studio vorgestellt wurden. Gegen 14 Uhr traf readmore.de im Turtle Entertainment Gebäude ein und wurde nach kurzem Check-In direkt zum Pressebereich geführt.
Die Location und ihr Aufbau
Hier fand man mehrere Tische, einen großen Fernseher, welcher an der Wand hing, sowie die nötigen Stühle. Auf den Tischen lagen Mehrfachsteckdosen und ein Internetanschluss. Also Alles, was ein Pressemensch braucht. Nach kurzem Aufbau der Utensilien, gab es dann sogar noch eine kleine Führung durch das neue Studio und man wurde mit den Neuheiten vertraut gemacht. Es dauerte nicht lange und es kam ein freundlicher Mitarbeiter der ESL und fragte, ob noch etwas fehlt, oder ob alles so in Ordnung sei. Die Begrüßung und die Versorgung der Presse war also schonmal sehr gut. Das Studio, etwa 10 Schritte vom Pressebereich entfernt, strahlte in blau-rotem Licht, passend zu den Farben von Red Bull. Für jeden Zuschauer gab es auch gratis Verpflegung in Form von Red Bull, Wasser, Bier und anderen Getränken.
Direkt rechts vom Eingang des Studios befindet sich die „Zuschauer-Lounge“. Hier konnten also die angereisten, begeisterten eSports-Fans Platz nehmen und die Spiele auf diversen Monitoren, welche aus der Decke in den Raum hingen, verfolgen. Nicht nur die gepolsterten Bänke und das gemütliche Licht erzeugten eine familiäre Atmosphäre. Moderatoren, Admins, Helfer und Spieler setzten sich hin und wieder mit ins Publikum und diskutierten über die Spiele, die Location und über viele andere Dinge. Die Leute vor Ort waren also auch schon nach kurzer Zeit begeistert.
Neben der Zuschauer-Lounge gibt es die „Red Bull Bar“, mit Barhockern und zwei Kühlschränken, gefüllt mit diversen Getränken. Auch über dieser Bar war ein Monitor zur Verfolgung des Streams montiert, sodass man bei einem kühlen Bier nichts von der Action verpasste. Eine freundliche Bardame kümmerte sich sofort um das leibliche Wohl. Neben der Bar war dann ein weißes Sofa, wo ‚Melly‘ die Kommentare der Zuschauer zu Hause vorlas. Des Weiteren wurden hier auch Interviews geführt, sowie sonstige Informationen preisgegeben. In unmittelbarer Nähe befand sich dann wohl einer der Hauptplätze: Der Spielerbereich. Fünf Rechner auf jeder Seite, sodass auch Teamspiele abgehalten werden können. Direkt davor befindet sich der Casterbereich, mit insgesamt drei Bildschirmen. Auf dem dritten Bildschrim können die Caster dann noch das aktuelle Streambild sehen.
Feedback der Spieler und Zuschauer
Oh Jin ‚ReaL‘ Sil vom Team Type beantwortete die Frage, ob er das neue Studio mag, mit den Worten „Ja, es ist ziemlich gut hier. Ich fühle mich wie in einer Bar, in der ich Computer spielen kann.“. Diese Aussage repräsentiert sowohl die Meinung der anderen Spieler, als auch die der Zuschauer.
Es gibt bekannterweise öfters Pannen bei der ESL, so zuletzt auch bei den ESL Pro Series Finals im Dezember 2011. Hier ging das Finale in League of Legends bis 3 Uhr in der Nacht und auch die Counter-Strike Spieler hatten mit technischen Problemen zu kämpfen. Vorgestern allerdings war davon keine Spur vor Ort. Niemand beschwerte sich über Lagprobleme oder andere technische Probleme und der Zeitplan wurde einwandfrei eingehalten. Abschließend lässt sich sagen, dass die ESL ein sehr atmosphärisches, neues Studio entwickelt hat, welches nicht nur bei den Spielern sehr gut ankommt.