Am heutigen Mittwoch beginnt mit den ersten beiden Matches des Viertelfinals der dritte und damit letzte Abschnitt der laufenden GSL 2012 Season 3. Diese ist mit zwei Terraner-, drei Protoss- und drei Zerg-Spielern ausgeglichener denn je besetzt. Auch der Schwede Johan ‚NaNiwa‘ Lucchesi schaffte es erneut unter die besten Acht verbleibenden Spieler des Turniers.
[protoss] IM|Seed vs. TSL|Symbol [zerg] 
[protoss] SK|MC vs. Liquid|TaeJa [terrans] 
An den acht Spielern liegt es nun, rund einen Monat nach dem Startschuss der aktuellen Season, den Sieger der GSL 2012 Season 3 zu bestimmen. Dabei stehen die Chancen nicht schlecht, um auf dem am Haeundae Beach in Busan, Südkorea, stattfindenden Finale, zwei bisher titellos gebliebene Spieler beim Kampf um den Titel des Champions verfolgen zu können. readmore.de mit einer Vorstellung der Spieler der heute stattfindenden Viertelfinalpartien.
[protoss] IM|Seed vs. TSL|Symbol [zerg] 
Ahn ‚Seed‘ Sang Won begann die laufende Season 3 bereits in der ersten Gruppenphase als Außenseiter. Viel zu hoch geschätzt wurde die Konkurrenz innerhalb der Gruppe A in Form von HerO, ByuN und Curious. Nicht zu unrecht, denn der durch die Up & Down-Matches in die laufende Code S-Season gelangte Protoss Seed wurde in seiner Gruppe D mit Gegnern wie Zenio und Hack nicht mit den schwersten Gegnern konfrontiert. Einzig der ebenfalls im Viertelfinale stehende Protoss MC stellte einen namhaften Gegner da. Gegen diesen verlor Seed allerdings. Nichtsdestotrotz setzte sich der vergleichsweise unbekannte Protoss in zwei deutlichen Matches in Gruppe A der ersten Gruppenphase zuerst gegen HerO und schlussendlich im Final Match gegen Curious durch. Die zweite Gruppenphase beendete er mit zwei Siegen über viOlet und TaeJa gar verdient als Erster der Gruppe A. Verdient nicht nur in Hinblick auf die Ergebnisse der Matches, sondern zuvorderst aufgrund der Tatsache, dass mit Ahn ‚Seed‘ Sang Won der klar beste Spieler der Gruppe gefunden wurde. Konnte der Protoss seine Gegner doch scheinbar nach Belieben ausspielen.
Sein Gegner Kang ‚Symbol‘ Dong Hyun könnte nicht mit mehr Vorschusslorbeeren in die Playoffs starten. Dass mit dem noch während der ersten Spiele der laufenden GSTL Season 2 aufgrund seiner außerordentlichen Leistungen in den Matches gegen fnatic und Incredible Miracle – in Letzterem mit einem äußerst sehenswerten und bis heute einzigartig gebliebenen Reverse All-Kill – als „Up and Coming Player“ betitelten Zerg zu rechnen ist, stellte er nicht zuletzt in den beiden Gruppenphasen der laufenden Code S-Saison unter Beweis. So schloss er, obschon sie von vielen Seiten als die wohl schwierigste Gruppe innerhalb der ersten Gruppenphase eingeschätzt wurde, seine Gruppe F auf dem ersten Rang ab. Dabei gewann er nicht nur gegen PartinG, sondern auch überraschend deutlich nach einem 30-minütigem Match auf der ersten und einem anschließenden Baneling All-in auf der zweiten Map mit 2:0 gegen MarineKing, auf den er anschließend erneut in der zweiten Gruppenphase traf und abermals schlagen konnte. Im anschließenden Final Match gegen Squirtle, der den Zerg im vorangegangenen ersten Match deutlich besiegte, erspielte sich Kang ‚Symbol‘ Dong Hyun den zweiten Platz in der Gruppe und zog somit in die Playoffs ein.
Seine Matches während der zweiten Gruppenphase gegen PartinG eröffnen einen Versuch, Kang ‚Symbol‘ Dong Hyuns ZvP einzuschätzen. So unterlag er in ihrem ersten Aufeinandertreffen zwei 2-Base All-Ins des Protoss und wehrte den dritten Versuch PartinGs auf der zweiten Map des Finals Matchs gar direkt ab. Insbesondere im Final Match setzte Symbol auf Drops um Forcefields zu umgehen bzw. um in der Main des Gegners erheblichen Schaden anzurichten. Darauf wird sich sein Gegner Ahn ‚Seed‘ Sang Won einzurichten haben, dem nicht zuletzt Symbols Schwäche gegen Partings Harass im Early Game und dem anschließenden Push mit Void-Rays und Phoenixes aufgefallen sein wird. Sollte Ahn ‚Seed‘ Sang Won allerdings seinem Stil treu bleiben, wird man auch am morgigen Tag nach einem erfolgreichen Sentry-Drop erneut Forcefields auf der Rampe zur Main seines Gegners sehen können.
[protoss] SK|MC vs. Liquid|TaeJa [terrans] 
Nicht erst seit seinem Wechsel zu SK im Januar diesen Jahres avanciert Jang ‚MC‘ Min Chul zu einem der meistgefragtesten Globetrotter der GSL. Nicht nur errang er erste Plätze in der vierten Ausgabe des HomeStoryCup und der IEM World Championship, sondern bestritt neben seiner regelmäßigen Teilnahme an der GSL Code S sämtliche Events der MLG, nahm an der IPL 4 teil und erreichte am zurückliegenden Wochenende den dritten Platz während des fünften HomeStoryCup. MC, der die GSL-Trophähe schon zwei Mal in die Höhe recken konnte, überzeugte in der ersten Gruppenphase als Zweitplatzierter der Gruppe E gegen GanZi und Sniper nur phasenweise und wirkte über weite Teile der Matches hochgradig angreifbar. Dass dies allerdings nur seiner vorhergegangenen Teilnahme an der MLG Spring Championship verschuldet war, zeigte MC demonstrativ in Gruppe B der folgenden zweiten Gruppenphase. Im Vorherein noch gegenüber seinem ersten Gegenspieler MarineKing als der Unterlegene angesehen, bewies er eindrucksvoll, warum er bei der Nominierung zur zweiten Gruppenphase zurecht als Drittletzter aus dem Pool der 16 verbliebenen Spieler gewählt wurde. Nachdem er auf Ohana erfolgreich einen All-In-Versuch MarineKings mit Marines und Siege Tanks abwehrte, sicherte er sich bei dem zweiten Push des Terraners unter Einsatz perfekt platzierter Forcefields den Sieg auf der ersten Map. Anschließend entschied er auf Antiga Shipyard das Match mit einem Blink-Stalker-All-In für sich und zog so ins Winner’s Match ein, in welchem er Squirtle im PvP mit 2:1 nach Maps schlug.
Den Terraner Yoon ‚TaeJa‘ Young Suh hätte das Los der Playoffs mit MC nicht härter treffen können. Ist seine Schwäche in diesem Matchup doch gemeinhin bekannt und für ihn mittlerweile monatelang schon eine scheinbar unüberwindbare Hürde. Sicherlich ist sein Dasein im Viertelfinale der laufenden GSL-Saison genausowenig unbegründet wie sein Einzug in das Viertelfinale der vergangenen GSL Season 2, doch bahnt sich gleichermaßen der ebenselbe Ausgang an: TaeJas Ausscheiden. Denn obwohl in der ersten Gruppenphase mit Ace vor eine durchaus lösbare Aufgabe gestellt, zeigte TaeJa bereits hier seine deutlichen Schwächen im TvP. Zwar konnte er gegen ihn im Final Match gewinnen, doch wurde während des Matches immer offensichtlicher, welche Arbeitsleistung das Matchup von TaeJa abverlangt. Dieser Trend setzte sich in der zweiten Gruppenphase bei TaeJas Aufeinandertreffen mit Seed fort. Ebenfalls deutlich unterlag TaeJa auf beiden Maps, bevor er sich gegen viOlet im Final Match den Einzug in die Playoffs sichern konnte.
Ein aufgrund des HomeStoryCup V erheblich gejetlaggter Jang ‚MC‘ Min Chul gegen einen im TvP selten schwachen Yoon ‚TaeJa‘ Young Suh. Was auf dem Papier unter normalen Umständen eine klare Angelegenheit zu sein scheint, verspricht nicht zuletzt aufgrund dieses Spannungsverhältnisses ein, wenn nicht unbedingt ansehnliches, dann doch umso packenderes und enges Match zu werden. Vieles wird von der Verfassung MCs abhängen, wohingegen man in TaeJas Matchhistory beliebig zurückgehen könnte, um seine Schwächen im Matchup zu untermauern. Einzig zum Vorteil könnte ihm seine nahezu weiße Weste in Bezug auf All-Ins gereichen. Sollte TaeJa MC mit einem unerwarteten All-In, in einem Match, indem sein Kontrahent trotz Jetlag nicht unbegründet als sicherer Favorit gehandelt wird, frühzeitig aus dem Konzept bringen können, könnte TaeJa auf den übrigen Maps die Oberhand gewinnen.