Der finnische Starcraft 2 – Pro Samuli ‚fuzer‘ Romppanen hat gestern Abend eine Skype-Unterhaltung auf Teamliquid.net veröffentlicht. In der Unterhaltung forderte Romppanen seine, im Voraus, gezahlte Miete von Ministry of Win Manager Maciej Krupowies zurück, da fuzer das Haus vorzeitig verlassen wolle. Krupowies weigerte sich jedoch das Geld zurück zu erstatten.
Den Auslöser für den Streit sieht Samuli Romppanen im Vertrag der zwischen Ministry of Win und ihm für den Aufenthalt im Gaming House geschlossen werden sollte. Der Vertrag sei voller Mist. Das schrieb Romppanen wörtlich in seinem Teamliquid – Post. So hätte z.B. eine Klausel im Vertrag besagt, der Pro dürfe für die nächsten zehn Jahre kein eigenes Gaming House gründen oder Teil von einem werden. Außerdem hätte sich fuzer verpflichten müssen mindestens fünf Stunden am Tag zu streamen und MoW eine Beteiligung an den Streameinnahmen zuzusichern. „Der Vertrag hatte fünfzehn Seiten und Englisch ist nicht meine Muttersprache. Deswegen wollte ich den Vertrag mit meinem Anwalt checken“, schrieb fuzer weiter in seinem Post.
In einem Interview mit der Seite esfiworld.com meldete sich dann auch MoWs Manager Maciej Krupowies persönlich zu Wort. „Nachdem wir fuzer den Vertrag vor einigen Wochen vorlegten, wollte er diesen mit seinem Anwalt besprechen. Wir waren einverstanden, wollten aber vorher die Lizenz des Anwaltes per Email haben.“ Es sei jedoch nie ein Nachweis des Anwaltes erfolgt, also habe man Romppanen gebeten den Vertrag zu unterzeichnen, dieser lehnte allerdings ab. Der Streit endete mit dem Rausschmiss des finnischen Terran-Spielers.
Romppanen war jedoch trotz noch nicht unterzeichnetem Vertrag bereits angereist und hatte schon einige Wochen im Gaming House verbracht, worauf hin der Manager ihm sagte er solle den Vertrag bis 22 Uhr unterschreiben sonst müsse er das Haus verlassen, was schlussendlich zur aktuellen Eskalation des Streits führte. Aber nicht nur das Geschäftsgebaren des Gaming Houses sei fragwürdig, kritisiert Romppanen weiter. Die Computer seien zwar gut aber die Verpflegung wäre eher mangelhaft und keinesfalls ausgewogen, regelmäßig hätte es lediglich Fleischbällchen und Pommes Frites gegeben. Auch würden keine persönlichen Trainingsprogramme angeboten, wie ursprünglich versprochen.
Die offizielle Stellungnahme auf der Mistery of Win Homepage ist da etwas verhaltener. Mit großem Bedauern hätte man sich vorzeitig von einem Bewohner des Hauses getrennt. Die vertraglichen Details zwischen Teilnehmern und Einrichtung seien allerdings geheim und man würde jegliche Anstrengung unternehmen, um die Verpflichtungen gegenüber der Teilnehmer zu wahren.
Ministry of Win meldete sich kurze Zeit später über Teamliquid.net erneut zu Wort. Es wäre sehr bedauerlich, dass die Details ohne den entsprechenden Kontext bekannt wurden. Desweiteren drohte man dem Spieler Konsequenzen seines Handelns an. Weder fuzer, noch irgendein anderer Spieler würde daran gehindert werden sich eine professionelle eSport-Karriere aufzubauen, weder verbal, noch durch einen Vertrag. Den Spielern stehe es absolut frei anderen Teams beizutreten oder in anderen Pro-Houses zu trainieren, schreibt das Gaming House dort unter anderem. Das komplette Statement findet sich unten in den Quellenangaben.