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Interview mit Rolf Platschka - Teil 2

Rolf Platschka: Wollen wieder ein legendäres Team werden

13.12.2012, 13:36 Uhr Szene
Im heutigen 2. Teil des Interviews mit Rolf Platschka, Gründer & Inhaber von ESC Gaming, geht es hauptsächlich um sein bestes Pferd im Stall: Das Counter Strike-Team. Er gibt einen Einblick, wie die Polen bislang den Umstieg auf CS:GO verkraftet haben, wie ein Hardwaresponsor bei diesem Prozess helfen musste und dass man bald wieder zur Weltspitze gehören will. Ebenso spricht er allgemein über die derzeitige Entwicklung der eSport-Szene.

readmore.de: Lass uns über Counter-Strike: Global Offensive reden: Siehst du CS:GO als ein Titel an, der die beiden CS-Szenen miteinander vereinen kann? Wie stehst du allgemein zu CS:GO?

Rolf Platschka: Ich denke schon, dass CS:GO die ehemaligen Szenen vereinen kann. Man sieht ja schon an dem einen oder anderen Team, dass sich CS 1.6- und CS:S-Spieler gut zusammen in einem Team führen lassen.

Ich bin persönlich immer noch der absolute Fan von CS 1.6. Daher weiß ich nicht, ob CS:GO dieses hohe Niveau an Teamspirit abverlangen wird und ob die besonderen Merkmale, die CS 1.6 ausgemacht haben, in CS:GO erreicht werden können. Ich vermisse zurzeit die absoluten One Shot-Headshots, bei denen man auf den Streams klar das Aiming der professionellen Spieler sehen kann. CS:GO muss sich schneller entwickeln als es CS 1.6 getan hat, damit die Szene weiter wächst. Wir wollen doch weiterhin die Topspieler der Welt in einem Ego Shooter bestaunen dürfen, was letzten Endes doch auch den Reiz ausmacht, um auf den Servern zu sehen, wie perfekt manche Teams dieses Spiel beherrschen, oder nicht?

Rolf Platschka mit seinem Team
Rolf Platschka mit seinem Team
Aber da immer mehr internationale Organisationen in CS:GO ihre Teams aufstellen, denke ich schon, dass sich CS:GO positiv entwickeln kann. Es liegt an den Teams, die internationalen Stellenwert besitzen, um der Community zu zeigen: Hier geht was. Aber auch der Publisher muss hier große Ohren und Bereitschaft zeigen, damit das Spiel stetig mit den Topspielern verbessert wird, da sonst der Spielspaß verloren gehen kann.


Vor einiger Zeit ist auch euer polnisches CS-Team zu CS:GO gewechselt. Für die meisten war es durchaus schwer, auf eine komplett neue Spiele-Engine zu wechseln und sich an das neue Spiel zu gewöhnen. Wie genau haben die Golden Five den Wechsel angegangen?

Es war nicht gerade einfach, den geeigneten Zeitpunkt zu finden. Unsere Jungs sind einfach LAN-geil und wollen jedes Event besuchen, was irgendwo auf dem Globus stattfindet. Am liebsten wollten die Jungs beide Spiele spielen, dann wären sie jede Woche auf einem anderen Event. (lacht)

Hier musste dann einfach abrupt der Hebel umgelegt und CS 1.6 verabschiedet werden. Wir haben intern einen Zeitpunkt beschlossen und uns intensiv mit dem Spiel auseinander gesetzt, was z.B. die Hardware angeht. Die Jungs hatten alle PCs zu Hause, die nur für CS 1.6 geeignet waren, aber auf keinen Fall für CS:GO.

Also haben wir uns mit unseren Partnern auseinander gesetzt und verschiedenste PC-Konfigurationen getestet, die nicht nur die beste Performance im Spiel ablieferten, sondern auch ohne weiteres das Streaming verkraften, damit sich die Jungs auch ihrer Fanbase weiter zeigen können. Ich fuhr dann mit einem Spieler zu unserem Hardwaresponsor, der uns einige Systeme bereitgestellt hat, um die Tests ablaufen zu lassen. Am Ende der Tests stand die Konfiguration fest, die wir benötigten. Es war ein arbeitsreicher Tag und wir waren froh, dass Systemtechniker aus dem Hause uns an diesem Tag begleitet haben, um wirklich das Non-Plus-Ultra für uns heraus zu holen.

Am Abend wurden die Details nochmals besprochen und die PCs wurden zur Herstellung in Auftrag gegeben. Diese stehen nun bei unseren Spielern in Polen und sie kommen immer besser in das neue Game rein, da sie nun die gewünschte Hardware zu Hause besitzen.


Und wie gut haben sie sich bislang in das Spiel selbst eingelebt?

Rolf weiß, wie er seine Spieler glücklich macht
Rolf weiß, wie er seine Spieler glücklich macht
Anfangs gar nicht. Es war absolut ungewohnt für sie und wie oben beschrieben, besaßen sie keine geeigneten PCs für CS:GO. Sie hatten teilweise 30 oder 40 FPS und so kann man nicht auf ein Niveau kommen, was in CS 1.6 Jahre Bestand hatte. Trotz allem hielten wir bei Neo in Polen ein Bootcamp vor dem ESWC ab, aber wie man sehen konnte, hat das nicht wirklich etwas gebracht. Auch das nächste Event war eine Klatsche für uns: Auf der DreamHack wurde einfach kein Zugang zum Spiel gefunden. Nach der DreamHack haben wir ein weiteres Bootcamp in Polen abgehalten, um uns auf das Event in Prag vorzubereiten.

Da konnte man dann erstmals feststellen, dass wir kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht haben, aber immer noch weit entfernt von dem sind, was wir leisten möchten und wo wir auch hingehören. Aber wir vertrauen den Jungs und wissen, dass sie gewissenhaft an der Aufgabe arbeiten und es auch schaffen werden, wieder ganz oben mit zu spielen.


Gab es auch konkrete Überlegungen, ein deutsches GO-Team zu verpflichten?

Nein gab es nicht, obwohl wir viele Anfragen hatten. Was sollte uns das denn noch bringen, ein deutsches Team zu verpflichten? Wir hatten genug damit zu tun gehabt, unser internationales Team ordentlich zu versorgen und das war erstmal unsere oberste Priorität. Jetzt wo wir das wieder im Griff haben und der Rest von den Spielern erarbeitet werden muss, kann man sich mit der Frage erneut beschäftigen.


An welchen Turnieren habt ihr in der nächsten Zeit vor teilzunehmen?

Wie eben gesagt: Die Jungs würden am liebsten jede Woche woanders auf dem Erdball spielen. (lacht) Wie unser letztes Jahr gezeigt hat, haben wir kein Event ausgelassen und wir sind auch im nächsten Jahr dort, wo sich die Weltelite trifft.


Lass uns allgemein über den eSports sprechen. Wie hat sich der Markt deiner Meinung nach in letzter Zeit entwickelt? War es eher positiv oder negativ?

Von welchem Markt sprechen wir denn hier genau? Spielermarkt, Ligen oder Spiele?Wenn ich mir den Spielermarkt anschaue, sehe ich eher eine negative Entwicklung, da sich nicht viel verändert hat um Nachwuchsspielern oder neuen Spielern etwas bieten zu können. Um deren Potential auszuschöpfen, müssen neue Ideen und Konzepte auf den Tisch, damit sich etwas ändert. Zurzeit erarbeiten wir einige neue Konzepte, die aber noch nicht ganz Rund sind um sie hier zu erwähnen.

Betrachten wir die Ligen, bin der Meinung, dass sich der Markt durch die neuen Spiele zu sehr hat beeinflussen lassen und den Publishern, obwohl sie für die Spieler nicht viel machen, zu viel Macht gegeben wurde. Natürlich muss man auf neue Spiele reagieren, aber ist es auch nicht immer die beste Lösung. Hier bin ich der Ansicht, dass aus der Vergangenheit heraus mehr der Publisher an Spieler hätte gebunden werden können. Denn seien wir mal ehrlich: Ein CS:GO ohne Topstars wäre einfach nur ein Game, wie viele andere auch. Hier wird zu wenig für die Spieler von den Publishern getan. Die Arbeit lastet auf den Schultern der Organisationen, die gemeinsam mit ihren Partnern den Erfolg des Spiels für den Publisher finanzieren. Das ist nicht mehr Zeitgemäß, wenn man bedenkt, was sich die Spieleindustrie am Markt für eine goldene Nase verdient.

Auf dem Spielemarkt hat sich einiges getan, was ich für gut empfinde; einiges was ich eher nicht für gut empfinde. Aber da spielt auch der Geschmack eine große Rolle. Ich bin halt immer noch ein Counter-Strike 1.6-Spieler. Es ist das beste Teamspiel aller Zeiten und daran wird sich bei mir auch nichts ändern. Aber nun gut, die Zeit wollte etwas Neues und nun ist ja CS:GO da, wo ich noch die Faszination finden muss. Bei den anderen neuen Spielen muss sich der Spielermarkt in meinen Augen noch Entwickeln, damit diese Spiele nicht nur durch hohe Preisgelder, sondern durch die Beständigkeit der Teams und den dadurch entstehenden Stars ihre Bestätigung erhalten wird.


Häufig wurde argumentiert, mit alten Spieletiteln wie CS 1.6 ließen sich keine neuen Sponsoren gewinnen. Hat sich dieser Umstand mit CS:GO wirklich verbessert?


"Hart arbeiten, wieder ein legendäres Team zu werden"
Sehe ich nicht so. Warum sollte es einem Sponsor wichtig sein, dass ein Spiel ein anderes Format bekommen hat? Meiner Meinung nach hat CS:GO ein schlechteres Format als CS 1.6. Das Spiel wird dadurch nicht besser vertreten - vorerst. Wenn sich die Äußerungen von Valve bewahrheiten, dass es bessere Turniere in 2013 geben soll, dann erfolgt auch ein Mehrwert für die Partner durch die Teilnahme sowie die Verbesserung der TV-Übertragungen etc. Aber soweit sind wir mit CS:GO noch nicht.

Und wie man an unserem CS:GO Team sieht, ist die Umstellung nicht so einfach. Das heißt für uns als Organisation, dass wir wieder bei Null anfangen müssen uns als Legendäres CS 1.6 Team wieder heran arbeiten, um durch Erfolge auch alles wieder zu rechtfertigen, was wir an Kosten produzieren. Eines darf man aber nicht vergessen: Auch der eSports ist Leistungsabhängig und wird danach bemessen. Aber da muss man die Ruhe bewahren und gemeinsam durch diese Lage der Misserfolge, wie auf dem ESWC oder der DreamHack. Jedoch bin ich mir sicher, dass der Erfolg zurückkommen wird und wir werden hart daran arbeiten, dass das Team wieder ein legendäres Team wird; natürlich im Interesse der Spieler.


Wie schwer ist es generell für dich, neue Partner vom eSports zu überzeugen und diese dazu zu bewegen, in deine Projekte zu investieren?

Du kannst noch so gute Konzepte schreiben oder schreiben lassen, wenn die Chemie mit deinem Ansprechpartner nicht passt, hast du schon verloren. Somit kannst du auf einer Messe oder einem Event jemanden kennen lernen, wo die Chemie passt und da muss nicht mal ein Konzept geschrieben sein, da genügen einfache Worte und die Begeisterung für den eSports.


Wie wird sich der eSport Markt in Deutschland und International deiner Meinung nach in der Zukunft entwickeln?

Zum Einen müssen dafür neue Konzepte her, was ich eben schon angesprochen habe. Diese müssen umsetzbar sein und das sollte auch etwas zügiger geschehen, damit der eSports in Deutschland weiter wachsen kann. Ich bin mir sicher, dass dieser in Deutschland auch weiter wachsen wird, wenn alle Teams auch weiter daran arbeiten. Im Moment habe ich aber eher das Gefühl, dass in Deutschland mit halber Kraft gefahren wird, anstatt voll Gas zu geben.

International sehe ich einen großen Wachstum: Zum Beispiel in Osteuropa wird dies durch die Teams auf dem Markt verdeutlicht; diese geben richtig Gas und bewegen etwas. Hier müssen wir in Deutschland aufpassen, dass wir den Anschluss nicht verlieren; zumindest was das Clanwesen anbelangt und die Offline-Events betrifft.


Seit der Gründung im Jahre 2008 hat sich ESC Gaming stark entwickelt. Welche Ziele möchtest du mit ESC im nächsten Jahr erreichen?

Wir möchten natürlich weiter mit unseren Teams Erfolge einfahren. Aber eines ist mir auch ganz wichtig im Jahr 2013: Wir möchten unseren jetzigen Mitarbeitern weiterhin eine Plattform bieten können, wo es Spaß macht etwas zu bewegen und ein Teil davon zu sein, der den Erfolg mitgestalten kann. Ich bin mir sicher, dass wenn alle weiter so an ESC arbeiten werden, wir 2013 zu einem erfolgreichen Jahr machen können.


Vielen Dank für das nette Interview. Die letzten Worte gehören dir.

Ich habe zu danken und ich hoffe, dass ich mit meinen Antworten einen kleinen Einblick in meine Vorstellungen und ESC Gaming verschaffen konnte. Aber die Schlusswörter sollten denen zu Teil werden, die ESC ICY BOX soweit gebracht und stetig daran gearbeitet haben, sowie ihre Freizeit dort eingebracht haben, dass wir dort stehen, wo wir zurzeit stehen. Ich denke da an alle Mitarbeiter aus dem Jahre 2012. Auch die, die woanders untergekommen sind. Und natürlich an unsere Partner, die fest an uns glauben und uns riesig unterstützt haben. Vielen Dank!



Zum 1. Teil des Interviews:
"Mussten permanent Preisgeldern hinterherrennen"

Kommentare (14)


#1 paat schrieb am 13.12.2012, 13:58
Rolf beste
#2 nosubstance schrieb am 13.12.2012, 14:08

paat schrieb am 13.12. - 13:58:

Rolf beste


Kann man so unterschreiben gell Rolf, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind :D
#3 ara schrieb am 13.12.2012, 14:45
Gutes Interview, aber bitte nochmal korrekturlesen. Einige Absätze lesen sich sehr schwierig
#4 kidofranz schrieb am 13.12.2012, 15:11
Die gefunden PC-Konfigurationen wären sehr interessant!
#5 ESC.Raptor schrieb am 13.12.2012, 15:26
haben wir damals auf unserem facebook channel gepostet: "Yesterday we have been to Ultraforce in Aachen to test the new high-end gaming PC's for our Polish Counter-Strike team, who will be switching to Global O
ffensive after the Kiev event in September. On the highest possible ingame settings we managed to reach up to 280 FPS and on medium settings (without tweaking) we even got 450 frames per second and even more! Thanks to Ultraforce for this possibility and their co-operation as we will already send those computers within the next days to Poland!"

-> wenn ich mir recht entsinne, haben wir da nen i7, 8gb ram und ne 680gtx drinne.
#6 dr0elf schrieb am 13.12.2012, 15:54
Tolles Interview, vielen Dank. Mich würde noch interessieren, wie er selbst zum eSport gekommen ist. Er ist ja den Fotos nach zu urteilen nicht mehr der Jüngste, deshalb fände ich es spannend, wie man sich in diesem Alter für eSports begeistern kann. Könnte ja prinzipiell eine Signalwirkung haben.
#7 cetiN [in memory of cyx] schrieb am 13.12.2012, 16:34
Sympathischer Eindruck


kidofranz schrieb am 13.12. - 15:11:

Die gefunden PC-Konfigurationen wären sehr interessant!

+ mal ne gescheite Config. Mein CS:GO ist noch nackig, denke mal da fehlen noch zahlreiche Netsettings oder? :D
#8 dyNa schrieb am 13.12.2012, 17:10
Auch schon mal das Vergnügen gehabt, mit ihm zu reden. Ist ein sehr, sehr netter Mensch - auch wenn manchmal etwas hitzköpfig :P .. Vor allem hat er Ahnung wie kein Zweiter ;)
#9 AemJaY schrieb am 13.12.2012, 17:52
go go go rolf!
#10 G. schrieb am 13.12.2012, 19:30
starker zweiter teil1
#11 Gartenzaun schrieb am 13.12.2012, 21:42
nice interviews - mehr davon!
#12 DaRuler schrieb am 13.12.2012, 23:32
nice
#13 fieser boy schrieb am 14.12.2012, 20:34
vielen dank rm
das beste was ich seit langem hier lesen durfte
#14 fil0w schrieb am 18.12.2012, 00:01
auch von meiner seiter dickes lob an RM. liest sich gut und im wesentlich wurden gute fragen gestellt, die einen interessieren :)
 

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